NIDWALDEN: Ungesicherte Bahnübergänge sofort sanieren

Die Regierung will die 31 ungesicherten Bahnübergänge der Zentralbahn in Wolfenschiessen bis Ende Jahr sanieren. Sie beantragt dem Landrat dafür einen Zusatzkredit von 3,8 Millionen Franken.

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Bei diesem - 2014 noch ungesicherten - Bahnübergang in Wolfenschiessen geschah der Unfall. Mittlerweile ist auch dieser Bahnübergang mit einer Barriere gesichert. (Archivbild Markus von Rotz / Neue NZ)

Bei diesem - 2014 noch ungesicherten - Bahnübergang in Wolfenschiessen geschah der Unfall. Mittlerweile ist auch dieser Bahnübergang mit einer Barriere gesichert. (Archivbild Markus von Rotz / Neue NZ)

Mit Optimierungen an den Strassenknoten, welche die Sicherheit nicht gefährdeten, habe der ursprüngliche Kredit um 0,5 Mio. Franken reduziert werden können, teilte die Nidwaldner Regierung am Mittwoch mit. Der Zusatzkredit wird vor allem für Strassenanpassungen bei der Sanierung der Übergänge benötigt.

Am 11. August war in Wolfenschiessen auf einem Bahnübergang ein Kleinbus mit acht Personen mit dem Luzern Engelberg Express der Zentralbahn kollidiert. Drei Personen starben. Die anderen fünf Personen im Bus wurden schwer verletzt. Der Übergang ist mit einem Andreaskreuz ausgerüstet. Er soll mit der geplanten Sanierung mit Barrieren ausgestattet werden.

Der Unfall verdeutliche, dass die ungesicherten Übergänge auf dem Streckennetz der Zentralbahn so rasch wie möglich saniert werden müssten, schreibt die Nidwaldner Regierung.

Nidwalden musste total 64 Bahnübergänge sanieren. Geplant ist, die noch verbleibenden 31 ungesicherten Bahnübergänge bis Ende 2014 umzubauen. Zudem sollen für die betroffenen Grundstücke Ersatzerschliessungen gebaut werden.

Für die Umsetzung erwartet die Nidwaldner Regierung noch im September die nötige Plangenehmigungsverfügung des Bundesamts für Verkehr. Der Landrat entscheidet am 22. Oktober über den Zusatzkredit. Einen ersten Kredit hatte das Parlament im Sommer aus Spargründen an die Regierung zurückgewiesen. (sda)