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NIDWALDEN: Veloweg nimmt einen nächsten Anlauf

Das Veloweg-Teilstück von Stans nach Oberdorf ist auch acht Jahre nach einem Landratsbeschluss noch nicht umgesetzt. Grundstückseigentümer wehrten sich gegen die Linienführung. Nun legt der Kanton eine neue Variante vor.
Oliver Mattmann
Die Variante Sportplatz (gelb) soll nach Einsprachen und politischen Vorstössen fallen gelassen werden. Stattdessen hat der Kanton nun die Variante Winkelriedhaus (rot) ausgearbeitet. Das Haus in der roten Linienführung steht seit geraumer Zeit nicht mehr. (Bild: Kanton Nidwalden/PD)

Die Variante Sportplatz (gelb) soll nach Einsprachen und politischen Vorstössen fallen gelassen werden. Stattdessen hat der Kanton nun die Variante Winkelriedhaus (rot) ausgearbeitet. Das Haus in der roten Linienführung steht seit geraumer Zeit nicht mehr. (Bild: Kanton Nidwalden/PD)

Oliver Mattmann

oliver.mattmann@nidwaldnerzeitung.ch

Ein durchgehender Velo- und Fussweg zwischen Stans und Dallenwil. Nach ursprünglichem Fahrplan des Kantons hätte diese Verbindung längst realisiert werden müssen. Für zwei Etappen gilt dies auch, doch beim dritten Teilstück von der Schmiedgasse in Stans bis St. Heinrich in Oberdorf hat es über Jahre geharzt, weil sich Landeigentümer und Anwohner bis vor Gericht gewehrt haben. Sie störten sich daran, dass die 2009 beschlossene Variante Sportplatz wertvolles Kulturland zerschneidet.

Beim Winkelriedhaus werden Parkplätze verlegt

Nun kommt wieder Bewegung in die Sache. Basierend auf einem Vorstoss der Landräte Toni Niederberger (SVP) und Josef Barmettler (CVP) aus dem Jahr 2013 hat der Kanton eine neue Variante Winkelriedhaus ausgearbeitet. Diese wird dem Kantonsparlament an der nächsten Sitzung vom 12. April unterbreitet. Von der Finanzkommission sowie der Kommission für Bau, Planung, Landwirtschaft und Umwelt (BUL) ist keine Gegenwehr zu erwarten. Sie unterstützen die neue Lösung jeweils einstimmig, auch wenn diese den Kanton teurer zu stehen kommt.

Die Linie führt zwar wieder über das Winkelriedhaus, von dort orientiert sie sich aber neu am Stämpbach und mündet daraufhin in den bestehenden Kiesweg vom Kollegi in Richtung St. Heinrich ein. Die Kostensteigerung gegenüber der früheren Variante hat damit zu tun, dass Parkplätze beim Winkelriedhaus der neuen Linie geopfert und südöstlich verlegt werden müssen. Weiter sollen im Bereich der Kollegi-Parkplätze und des Winkelriedhauses neue Lampen für mehr Sicherheit im Dunkeln sorgen. Zudem wird das Teilstück nun 50 Meter länger und es sind auch keine Kostensynergien mehr möglich mit den beiden gebauten Abschnitten. Aus heutiger Sicht wird mit Gesamtkosten von 800000 Franken gerechnet (330000 bei der ursprünglichen Variante). Der Kantonsanteil beträgt 520000 Franken, Stans und Oberdorf haben sich mit 168000 respektive 112000 Franken zu beteiligen.

Einschränkungen für den Kollegi-Sportplatz

Für Aussenstehende stellt sich indes generell die Frage, wieso es überhaupt einen neuen Velo- und Fussweg braucht, wo es doch bereits einen entlang des Kollegis hat. Projektleiter Niklaus Studer von der Baudirektion Nidwalden erklärt: «Der Weg ist zu schmal und bei der Kollegimauer zu steil. Es wäre schwierig, diesen gemäss Kriterien des Radwegkonzeptes zu realisieren. Kunstbauten in Millionenhöhe wären notwendig.» Komme hinzu, dass die nachfolgende Mürgstrasse Richtung Dorfplatz bereits heute ausgelastet sei und dies mit dem neuen Vorhaben im Kapuzinerkloster noch zunehmen werde.

Dem Kollegi wäre es indes lieber gewesen, wenn man den bestehenden Weg ausgebaut hätte, denn mit der neuen Linie wird der Sportplatz im nördlichen Teil tangiert. Der Verlust von entsprechenden Flächen und die damit verbundenen Einschränkungen werden bedauert.

Weiter wurden von anderer Seite Bedenken laut, es könnte beim Einmünden von Velofahrern in die Schmiedgasse zu gefährlichen Situationen kommen. Niklaus Studer gibt Entwarnung: «Wir haben diese Stelle im Rahmen des generellen Projekts bereits entschärft.»

Mit Öffnung des Dorfbachs koordinieren

Sollte die Vorlage im Landrat eine Mehrheit finden, müssten die Einsprachen gegen die ursprüngliche Linienführung, die im Moment sistiert sind, noch formell abgeschrieben werden. Anschliessend würde eine öffentliche Auflage zum Ausführungsprojekt der Variante Winkelriedhaus stattfinden. «Das Risiko neuerlicher Einsprachen ist nicht auszuschliessen», erklärt Studer.

Im besten Fall kann im September mit den Arbeiten begonnen und das Projekt Anfang 2018 abgeschlossen werden. Parallel soll in dieser Zeitspanne der eingedolte Dorfbach im Bereich des Kollegi-Sportplatzes geöffnet und renaturiert werden. Bauherr ist dort indes die Gemeinde Stans. Sowohl die Finanzkommission wie auch die Kommission BUL befürworten eine zeitliche Koordination der beiden Projekte.

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