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NIDWALDEN: Verurteilt: IV-Bezüger führte jahrelang heimlich eine Firma

Das Nidwaldner Kantonsgericht hat einen 69-jährigen EDV-Spezialisten wegen Versicherungsbetrugs zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Seine 58-jährige Frau erhielt als mutmassliche Gehilfin 18 Monate bedingt
Blick in einen Gerichtssaal im Kantonsgericht Nidwalden. (Symbolbild: NZ)

Blick in einen Gerichtssaal im Kantonsgericht Nidwalden. (Symbolbild: NZ)

Wie das Kantonsgericht Nidwalden am Montag mitteilte, liessen beide Beschuldigten durch ihre Verteidigung Berufung erklären. Das Urteil, das erst im Dispositiv und damit noch ohne Begründung vorliegt, ist noch nicht rechtskräftig.

Das Gericht folgte mit den Strafen den Anträgen der Staatsanwaltschaft Nidwalden. Auch wurden praktisch alle Anklagepunkte bestätigt.

Der Mann machte sich in der Einschätzung der Kantonsrichter des gewerbsmässigen Betrugs, der Urkundenfälschung, der Unterlassung der Buchführung und der Veruntreuung schuld, die Frau der Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug und zu Unterlassung der Buchführung.

Der Beschuldigte hatte sich 1989 in einem Verkehrsunfall an der Halswirbelsäule verletzt. 1991 anerkannte die IV wegen praktisch vollständiger Arbeitsunfähigkeit eine Invalidität von 100 Prozent. Später wurde der IV-Grad auf 70 Prozent gesenkt, ausbezahlt wurde weiterhin eine volle Rente.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, als IV-Rentner jahrelang heimlich als Inhaber und Geschäftsführer einer IT-Firma gearbeitet und von dieser hohe Lohnauszahlungen und verdeckte Gewinnausschüttungen bezogen haben.

Um diese Tätigkeiten zu verbergen, hat der Beschuldigte gemäss Anklageschrift seine Lebenspartnerin als Geschäftsführerin und Gesellschafterin eingesetzt. Um Renten zu erhalten, soll der Beschuldigte auch dem Arzt gegenüber falsche Angaben zu seinem Gesundheitszustand gemacht haben. (sda)

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