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NIDWALDEN: Viadukt-Sanierung kostet den Bund bis zu 30 Millionen

Beim Lopper­viadukt braucht es dringend bauliche Eingriffe. Das Projekt steht nun. Sperrungen werden unumgänglich sein.
«Es ist unser Ziel, die Verkehrsbehinderungen möglichst zu minimieren.» Esther Widmer, Astra-Mediensprecherin (Bild: pd)

«Es ist unser Ziel, die Verkehrsbehinderungen möglichst zu minimieren.» Esther Widmer, Astra-Mediensprecherin (Bild: pd)

Korrosionsschäden durch den Eintritt von Salzwasser, statische Defizite und Nachholbedarf bei der Erdbebensicherheit: Die Strecke entlang dem Lopper, die nach der Eröffnung des Kirchenwaldtunnels im Jahr 2008 noch als A-2-Aus- und Auffahrt für Hergiswil dient, weist einen hohen Sanierungsbedarf auf. «Vor allem die Lehnenviadukte erfordern nach einer Betriebszeit von rund 50 Jahren umfassende Eingriffe, um Schäden zu beheben», bestätigt Esther Widmer, Mediensprecherin des Bundesamtes für Strassen (Astra), auf Anfrage. Dass das Astra trotz der nie ganz zu bannenden Steinschlaggefahr am Bauwerk festhält und darüber hinaus bereit ist, 25 bis 30 Millionen Franken in die Sanierung zu stecken, ist auf den ersten Blick schwer nachzuvollziehen. Doch es gibt einen triftigen Grund für das Vorhaben: Sollte es zu Sperrungen im Kirchenwaldtunnel kommen und der dichte Autobahnverkehr auf der Nord-Süd-Achse umgeleitet werden müssen, dient das Viadukt als ideale Ausweichvariante.

Sanierung für 2017/18 geplant

Die Projektierungsphase ist vor kurzem abgeschlossen worden, wie Esther Widmer gegenüber unserer Zeitung sagt. «Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Ausschreibung der Baumeisterarbeiten, die für den Sommer 2016 vorgesehen sind.» Die Sanierungsarbeiten selbst sollen – wie schon zu einem früheren Zeitpunkt angetönt – in den Jahren 2017 und 2018 ausgeführt werden. Diese werden Konsequenzen für den A-2-Verkehr in Richtung Hergiswil haben. Die Ausfahrtsrampe wird während rund dreieinhalb Monaten vollständig gesperrt. «Es ist aber unser erklärtes Ziel, die Verkehrsbehinderungen so weit als möglich zu minimieren», betont die Astra-Sprecherin. Deshalb soll die Ausfahrt während der restlichen Bauzeit mit kleinen Einschränkungen offen bleiben.

Der betroffene Abschnitt bis zum Ende der Rampe in Hergiswil ist rund 1,6 Kilometer lang. Gemäss Plänen des Bundesamtes für Strassen werden auf allen Lehnenviadukten die Beläge und Abdichtungen der Fahrbahnplatten ersetzt. «Diese Teile haben das Ende der Nutzungsdauer erreicht», sagt Esther Widmer dazu. Zusätzlich wird unter anderem die Entwässerung des früheren Autobahnabschnittes optimiert. Insgesamt seien fünf Brückenbauwerke, drei Galerien, neun Stützmauern und der gesamte Trasseebereich von den baulichen Massnahmen tangiert.

Kanton nutzt Gunst der Stunde

Hätte der Bund das Lopperviadukt fallen gelassen, hätte dies weitreichende Konsequenzen gehabt, sagte der Nidwaldner Baudirektor Hans Wicki in einem früheren Artikel unserer Zeitung. Autolenker aus Richtung Süd hätten in Stans die Autobahn verlassen müssen, um nach Hergiswil zu gelangen, da die heutige Ausfahrt verschwinden würde. Viel mehr Durchgangsverkehr in Stansstad wäre die Folge gewesen.

Das aktuelle Sanierungsprojekt kommt dem Kanton entgegen. So hat dieser beschlossen, parallel die unter dem Viadukt liegende Kantonsstrasse mitsamt Geh- und Radweg zu sanieren. «Diese Aufwendungen gehen zu Lasten des Kantons, während der Bund die Instandsetzungsarbeiten der Nationalstrasse übernimmt», so Esther Widmer. Auch für sie macht die terminlich abgestimmte Ausführung Sinn. «Die Massnahmen an Brückenunterbauten sowie Entwässerungseinrichtungen beider Strassenebenen legen dieses Vorgehen nahe.» Synergien könnten auch bei der Baustellenführung oder beim Verkehrskonzept während der Bauphase genutzt werden.

Oliver Mattmann

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