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NIDWALDEN: Viel Arbeit für Obergericht im Jahr 2014

Ein reicher Russe, sechs gewalttätige Tamilen und der Stanserhornfall: Allen ist gemeinsam, dass die Urteile ans Obergericht gezogen werden
Kurt Liembd
Blick in den Gerichtssaal im Stanser Rathaus. (Bild Markus von Rotz)

Blick in den Gerichtssaal im Stanser Rathaus. (Bild Markus von Rotz)

Allein im Dezember wurde bekannt, dass drei Urteile, über die in dieser Zeitung ausführlich berichtet wurde, ans Obergericht gezogen werden: Der Fall eines reichen Russen, dem vorgeworfen wird, er habe seine Aufenthaltsbewilligung erschlichen, das tödliche Lawinenunglück am Stanserhorn und der Fall von sechs gewalttätigen Tamilen.

Da stellt sich die Frage, ob diese Häufung auffallend ist. Oder bloss Zufall? «Die Häufigkeit liegt im normalen Rahmen», sagt Albert Müller, Präsident des Obergerichtes. Eine allgemeine Erklärung hat er trotzdem: «Seit der Schweizerischen Justizreform, die seit 1. Januar 2011 in Kraft ist, haben die Fälle in einigen Bereichen generell zugenommen», so Müller. Fakt ist: Es arbeiten heute viel mehr Strafverfolger als vor der Justizreform und die Kantonsgerichtspräsidien wurden ausgebaut. «Zu Recht», sagt Müller, denn der Bürger habe einen Anspruch auf schnelle Behandlung seiner Sache. «Die Möglichkeiten, gegen Verfügungen Rechtsmittel zu erheben, sind heute viel grösser», sagt Albert Müller.

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