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NIDWALDEN: Wanderin stürzt am Stanserhorn in den Tod

Eine 67-jährige Frau ist am Stanserhorn abgestürzt. Sie konnte nur noch tot geborgen werden.
Blick in Richtung Stanserhorn (Bildmitte) und Pilatus. (Bild: Leserbild Hans Steiner)

Blick in Richtung Stanserhorn (Bildmitte) und Pilatus. (Bild: Leserbild Hans Steiner)

Am Donnerstagnachmittag erhielt die Kantonspolizei Nidwalden von der Rega die Information, dass sie zu einem Suchflug am Stanserhorn unterwegs seien. Es werde eine 67-jährige Wanderin vermisst, welche von Wiesenberg in Richtung Stanserhorn unterwegs gewesen sei.

Die Frau befand sich nach Angaben der Kantonspolizei Nidwalden um 13 Uhr zusammen mit ihrem Ehemann auf dem Aufstieg via Blatti zum Stanserhorn. Nach einer kurzen Pause im Bereich «Leiteren» stürzte die Frau aus noch ungeklärten Gründen ab. Sie konnte beim anschliessenden Flug von der Rega in einem steilen Couloir lokalisiert und vom Bergführer nur noch tot geborgen werden.

Die Staatsanwaltschaft Nidwalden ermittelt nun in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Nidwalden den Unfallhergang. Zum genauen Hergang können noch keine konkreten Angaben gemacht werden.

Im Einsatz standen die Rega, die Alpine Einsatzgruppe, Angehörige der Kantonspolizei Nidwalden sowie ein Care Team zur Betreuung der Angehörigen.

pd/rem

Sicher über Stock und Stein

Sorgfältige Planung

Planen Sie Route, Zeitbedarf und -reserven sowie Ausweichmöglichkeiten. Berücksichtigen Sie Anforderungen, Wegverhältnisse und Wetter. Informieren Sie Dritte über Ihre Tour, insbesondere wenn Sie allein aufbrechen.

Realistische Selbsteinschätzung

Schätzen Sie Ihre aktuellen Fähigkeiten realistisch ein und stimmen Sie Ihre Planung darauf ab. Überfordern Sie sich nicht. Reicht Ihre Trittsicherheit für einen steilen und schmalen Bergwanderweg?

Gut ausgerüstet

Tragen Sie feste Wanderschuhe mit Profilsohle. Nehmen Sie Sonnen- und Regenschutz sowie warme Kleidung mit. Für die Orientierung ist eine aktuelle Karte hilfreich. Denken Sie an Taschenapotheke, Rettungsdecke und Mobiltelefon für Notfälle.

Gut unterwegs

Müdigkeit kann die Trittsicherheit stark beeinträchtigen. Trinken, essen und rasten Sie regelmässig, um leistungsfähig und konzentriert zu bleiben. Beachten Sie zudem Ihre Zeitplanung und die Wetterentwicklung. Verlassen Sie die markierten Wege nicht. Kehren Sie wenn nötig rechtzeitig um.

So rutschen Sie nicht aus

Die meisten Unfälle beim Wandern passieren, weil Wanderer ausrutschen, stolpern und stürzen. Bei exponierten Stellen, zum Beispiel an einem steil abfallenden Hang oder bei der Querung einer steilen Rinne, ist besondere Vorsicht geboten. Bei exponierten Stellen gilt:

  • sich konzentrieren und auf den Weg schauen
  • die Füsse sicher und bewusst setzen
  • nicht zu schnell gehen
  • nicht zu grosse Schritte machen
  • sich nicht ablenken lassen durch Gespräche
  • nicht während des Gehens fotografieren, filmen oder die Aussicht bewundern, sondern dafür stehen bleiben
  • sich festhalten, wenn ein Geländer, Seil, Kette o. Ä. vorhanden ist
  • vor der exponierten Stelle noch eine Pause machen, wenn man sich müde fühlt
  • umkehren oder eine allfällige im Vorfeld geplante Alternativroute wählen, wenn man sich bei einer exponierten Stelle unsicher fühlt

Verhalten und Umgang mit Tieren

Tipps und Hinweise zum Umgang mit Rindvieh und Herdenschutzhunden:

Halten Sie Distanz zu Rindvieh
Kälber auf keinen Fall berühren
Hunde an der Leine führen und im Notfall loslassen.

Sie nähern sich einer Herde. Ein Schutzhund bellt, rennt in Ihre Richtung und versperrt Ihnen den Weg.

  • Bleiben Sie ruhig und geben dem Hund Zeit, zu kontrollieren, dass Sie keine Gefahr für seine Herde darstellen.
  • Vermeiden Sie, die Herde zu stören. Halten Sie Distanz zu den Tieren und umgehen Sie nach Möglichkeit die Herde.
  • Folgt Ihnen der Hund beim Weitergehen, so ignorieren Sie ihn – er wird bald zu seiner Herde zurückkehren.

Sowohl Schutzhunde wie Schafe können durch schnelle, überraschende Bewegungen erschreckt werden.

  • Sind Sie mit dem Bike unterwegs, steigen Sie ab und schieben Sie das Rad.
  • Als Fussgänger verlangsamen Sie Ihr Tempo und vermeiden
  • Provokationen mit Stöcken und schnellen Bewegungen.
  • Füttern oder streicheln Sie die Hunde nicht, denn sie sollen bei ihrer Herde bleiben.

Auf fremde Hunde reagieren Schutzhunde besonders aufmerksam.

  • Nehmen Sie den eigenen Hund an die Leine.
  • Lassen Sie ihn jedoch los, wenn es zu einer Konfrontation zwischen den Hunden kommt – sie regeln ihre Rangordnung selbst.
  • Versuchen Sie nicht, mit Ihrem Hund eine geschützte Herde zu durchqueren, sondern umgehen Sie diese. Im Zweifelsfalle kehren Sie um.

Hinweis: Weitere Infos auf www.sicher-bergwandern.ch

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