NIDWALDEN: Weniger Diebstähle aber mehr Gewaltdelikte in Nidwalden

Die Sicherheitslage im Kanton Nidwalden ist gemäss Kriminalstatistik nach wie vor gut. Im Jahr 2015 sind die Fallzahlen um rund 18,7 Prozent gesunken. Eine Abnahme konnte bei den Einbruchdiebstählen und den Straftaten gegen die sexuelle Integrität verzeichnet werden. Eine Zunahme gab es hingegen bei den Gewaltdelikten.

Drucken
Teilen
Symbolbild Keystone/Martin Rütschi

Symbolbild Keystone/Martin Rütschi

Im Kanton Nidwalden wurden im Jahr 2015 total 1403 Straftaten angezeigt, wovon 837 aufgeklärt wurden. Von den 1403 Straftaten entfallen deren 1073 in den Bereich des Strafgesetzbuches (StGB), 330 Widerhandlungen entfallen auf Bestimmungen anderer Bundesgesetzgebungen (Betäubungsmittel- und Ausländergesetz). Rund 55 Prozent aller registrierten StGB-Delikten sind Straftaten gegen das Vermögen (589). Dies geht aus der soeben erschienen Kriminalstatistik 2015 des Kantons Nidwalden hervor.

Im Jahr 2015 stiegen die Körperverletzungsdelikte gegenüber dem Vorjahr von 16 auf 33 Straftaten und die Tätlichkeiten von 25 auf 36 Tatbestände an.

2015 wurden insgesamt 589 Straftaten gegen das Vermögen verübt. Deren 265 Straftaten entfallen auf Diebstähle (inklusive 78 Einbruch- und Einschleichediebstähle). Weiter wurden 78 Fahrzeugdiebstähle und 102 Sachbeschädigungen verzeichnet.

Erfreulicherweise ist bei den Delikten gegen die Freiheit ein Rückgang von 274 auf total 170 zu verzeichnen. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Reduktion von 38 Prozent.

Mit einer Zunahme von 71 Prozent stiegen die Delikte gegen die öffentliche Gewalt von 17 auf 29 Delikte an. Hierbei ist vor allem die Zunahme von Gewalt und Drohung gegen Beamte zu erwähnen (+9 Straftaten).

Im Bereich der Häuslichen Gewalt stiegen die Straftaten von 71 auf 97. Vorwiegend wurden die Tatbestände der einfachen Körperverletzung (10), Tätlichkeit (36), Drohung (15), Beschimpfung (21) und Nötigung (5) erfüllt.

Von den 277 Beschuldigten tatverdächtigen gemäss StGB sind 169 Schweizer. Bei den anderen 108 Beschuldigten handelt es sich um Personen mit einem Aufenthaltsstatus, Touristen (legal Anwesende) oder solche mit illegalem Aufenthalt.

pd/zim

Bild: pd

Bild: pd