NIDWALDEN: Widerstand gegen Tempo-Reduktion wächst

In Wolfenschiessen sind die Übergänge der Zentralbahn seit kurzem mit Barrieren gesichert. Das hat Folgen für den Strassenverkehr.

Matthias Piazza und Markus von Rotz
Drucken
Teilen
Ein Zug der Zentralbahn bei einem Bahnübergang in Wolfenschiessen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Ein Zug der Zentralbahn bei einem Bahnübergang in Wolfenschiessen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Wenn die Züge der Zentralbahn das Gemeindegebiet von Wolfenschiessen passieren, senken sich Minuten zuvor die Barrieren. Und zwar an den Übergängen Allmend, Vorder Ey und Parketti. Um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, das heisst um Auffahr-Unfälle zu vermeiden, wurde die Höchstgeschwindigkeit im Gebiet dieser drei Schlüsselstellen von 80 auf 60 Stundenkilometer reduziert. Diese Massnahme macht aber nur dann Sinn, wenn die Barrieren auch tatsächlich gesenkt sind.

In Teilen der Bevölkerung sowie bei Exponenten der Nidwaldner Politik stösst diese Temporeduktion auf wenig Gegenliebe. Zu den prominentesten Kritikern zählt der Ennetbürger SVP Landrat Martin Zimmermann. Er spricht von einer unverhältnismässigen Lösung. Zimmermann wünscht sich eine Art dynamisch Geschwindigkeitsregelung, wie man sie bei Stellen mit Wildwechseln bereits kenne.