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NIDWALDEN: Wie geht es weiter mit der zentralen Verwaltung?

Drei Jahre sind seit einem landrätlichen Vorstoss für ein Konzept zur Zusammenführung der kantonalen Verwaltung vergangen. Nun verspricht die Regierung noch vor dem Sommer die verlangte Machbarkeitsstudie für ein zentrales Verwaltungsgebäude.
Philipp Unterschütz
Noch weiss niemand, wo dereinst der Bau eines Nidwaldner Verwaltungsgebäudes in Angriff genommen wird. (Bild: Archiv LZ)

Noch weiss niemand, wo dereinst der Bau eines Nidwaldner Verwaltungsgebäudes in Angriff genommen wird. (Bild: Archiv LZ)

Philipp Unterschütz

<span style="font-size: 1em; font-weight: normal;">philipp.unterschuetz@nidwaldnerzeitung.ch</span>

Die kantonale Verwaltung ist an verschiedenen Standorten in Stans untergebracht. Immer wieder wurde deshalb die Zusammenführung an einem zentralen Standort diskutiert und gefordert. Ins Blickfeld rückte die Frage erneut im Zusammenhang mit der Süderweiterung des Waffenplatzes Wil. An seiner Sitzung vom 12. April lehnte der Landrat einen Kreditantrag wegen zu vieler offener Fragen klar ab und wies das Geschäft zur Überarbeitung an die Regierung zurück. Den Rückweisungsantrag hatte FDP-Landrat Philippe Banz gestellt. In seiner Begründung erwähnte Banz unter anderem auch ein Postulat, das er im J

uni 2013 gemeinsam mit Walter Odermatt (SVP) eingereicht hatte und das vom Landrat im April 2014 an die Regierung überwiesen worden war. Bis heute, also drei Jahre später, habe man immer noch keine Antwort. Mit dem Postulat war die Regierung beauftragt worden, in einer Machbarkeitsstudie diverse Standorte für ein neues Verwaltungsgebäude im Raum Stans zu prüfen und dem Landrat Standortvorschläge zu machen. Ein klares Konzept sollte zudem Auskunft über die mögliche Benutzung der bestehenden und eines neuen Verwaltungsgebäudes geben. Auch solle geprüft werden, ob die Finanzierung in Kooperation mit einer selbstständigen Anstalt wie beispielsweise der Kantonalbank, der Pensionskasse oder der Sachversicherung machbar sei.

In der besagten Landratsdebatte zum Waffenplatz Wil erwähnte Regierungsrätin Karin Kayser, man könnte im alten Zeughaus als Nachnutzung das Amt für Asyl oder das Amt für Landwirtschaft unterbringen.

Geduld geht langsam zu Ende

Diese Idee der Regierung kam bei Walter Odermatt und Philippe Banz nicht gut an.«Es kann doch nicht sein, dass über Investitionen im alten Zeughaus zum Umzug von Teilen der kantonalen Verwaltung diskutiert wird, wenn noch nicht einmal ein Konzept für die Zusammenführung der kantonalen Verwaltung vorliegt», moniert Walter Odermatt. Tatsächlich muss sich die Regierung nun sputen, die dreijährige Frist zur Behandlung des Postulats läuft demnächst ab. Walter Odermatt ergänzt, dass die Regierung auch an der Kreuzstrasse am Planen sei. Bisher war dort aber nur die Rede von Polizeigebäude, Gefängnis/Ausschaffungsanstalt, Asylzentrum und Strasseninspektorat. Ein neues Verwaltungsgebäude war dort bisher kein Thema. Für Walter Odermatt wäre die Kreuzstrasse etwas ausserhalb des Dorfes ein idealer Standort. «Er wäre gut erreichbar für Bürger aller Gemeinden und es sollte auch genügend Platz auf dem Areal haben.» Walter Odermatt kündet an, dass man nicht mehr lange Geduld habe. «Wenn die Regierung nicht bald unser Postulat beantwortet, machen wir einen dringlichen Vorstoss.»

Unabdingbare Entscheidungsgrundlage

Soweit wird es wohl nicht kommen. «Die Regierung hat das Thema an der letztjährigen Klausur eingehend diskutiert. Die Machbarkeitsstudie ist gemacht. Die Regierung muss noch den definitiven Bericht verabschieden», erklärt Finanzdirektor Alfred Bossard auf Anfrage. Noch vor dem Sommer werde man das Geschäft in den Landrat bringen. Zum Inhalt der Studie und des Berichts will Regierungsrat Bos­sard noch nichts verraten. Es sei der Regierung bewusst, dass der Landrat für die Planung im Zusammenhang mit dem Waffenplatz mehr wissen wolle und der Regierungsrat aufzeigen müsse, wie das alte Zeughaus inskünftig genutzt wird.

In ihrem Antrag zur Überweisung des Postulats hatte die Regierung übrigens bereits im Dezember 2013 geschrieben, dass bei der Zusammenlegung der kantonalen Verwaltung ein siebengeschossiges, zentrales Verwaltungsgebäude und eine minimale Parzellenfläche von 2200 Quadratmeter nötig seien. Die Machbarkeitsstudie wird zeigen müssen, ob dies an der Kreuzstrasse möglich und sinnvoll ist.

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