NIDWALDEN: Wie weiter mit dem Flugplatz Buochs?

Beim Flugplatz Buochs haben die Beteiligten unterschiedliche Auffassungen über den künftigen Flugbetrieb. Kanton, Korporationen und Gemeinden haben sich in einer Vereinbarung auf Eckwerte geeinigt. Betroffene Firmen und Verbände unterzeichneten diese vorerst nicht.

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Beim Flugplatz Buochs haben die Beteiligten unterschiedliche Auffassungen über den künftigen Flugbetrieb. (Bild: Leserbild Ulrike Kaeser)

Beim Flugplatz Buochs haben die Beteiligten unterschiedliche Auffassungen über den künftigen Flugbetrieb. (Bild: Leserbild Ulrike Kaeser)

Die "Vereinbarung zu den Grundsätzen für die Entwicklung des Flugplatzes Nidwalden" wurde neben dem Kanton und den Korporationen Buochs, Stans und Ennetbürgen vergangene Woche auch von den entsprechenden Gemeinden unterzeichnet, wie die Nidwaldner Staatskanzlei mitteilte.

Gemäss der Vereinbarung soll das Flugfeld vor allem als Werkflugplatz für den Flugzeubauer Pilatus weiter betrieben werden. Der Segelflugverein und Helikopter für Rettungs- und Transportflüge erhalten demnach ebenfalls Zugang haben. Eine Helikopterbasis für Touristenflüge wird nicht erlaubt.

Die Zahl der maximalen jährlichen Flugbewegungen von heute 25'000 soll auf 20'000 sinken. Im Jahr 2013 zählte der Flugplatz 14‘000 Bewegungen. Das zivile Flugfeld mit privaten Betreibern soll nicht zu einem Regionalflugplatz ausgebaut werden. Die Unterzeichner wollen zudem die zwei Kilometer lange Piste nicht kürzen.

Vorschlag bis Ende Jahr

Die Vernehmlassung habe gezeigt, dass die Meinungen der Akteure zu den Eckpunkten der Vereinbarung unterschiedlich seien, heisst es in der Mitteilung der Staatskanzlei. Es seien nicht alle Teilnehmer bereit gewesen, die erarbeitete Vereinbarung zu unterzeichnen.

Zu den Beteiligten zählen auch die Airport-Buochs AG, die Pilatus Flugzeugwerke AG, der Schutzverband, das Flugplatzkomitee sowie die Ruag als wichtige Landbesitzerin und die Nidwalden Airpark AG. Hingegen hätten die Gemeinden Buochs, Stans und Ennetbürgen der Vereinbarung vorbehaltlos zugestimmt, heisst es in der Mitteilung.

Die Unterzeichner würden sich klar zum für Nidwalden wichtigen Standortfaktor Flugplatz bekennen, schreiben diese. Sie würden langfristige Sicherheit für dessen Entwicklung schaffen.

Der Kanton Nidwalden und die Korporationen nahmen im August 2014 Gespräche über den künftigen Betrieb des Flugplatzes Buochs auf. Ein konkreter Vorschlag soll bis Ende 2015 vorliegen. Zur Diskussion stehen Varianten mit Arealentwicklungen im Süden respektive im Norden des Flugfelds. (sda)