Nidwalden will Geld für Berggebiete beim Bund abholen

Die Regierung will bei einem Pilotprogramm für Berggebiete mitmachen. Es geht um 600000 Franken.

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(cgl) Ein neues Pilotprogramm des Bundes will die wirtschaftliche Entwicklung in Berggebieten stärker fördern. Damit auch in Nidwalden wertschöpfungsintensive Projekte davon profitieren können, beantragt der Regierungsrat beim Landrat einen Kredit in der Höhe von 260'000 Franken. Der Bund hat dem Kanton Nidwalden 600'000 Franken für die Umsetzung des Programms zwischen 2020 und 2023 zugesichert. Das Geld wird dann ausbezahlt, wenn der Kanton 260'000 Franken beisteuert. Insgesamt würden 860'000 Franken zur Verfügung stehen. Somit trägt der Bund 70 Prozent der Kosten, der Kanton 30 Prozent.

«Die Massnahmen können für die Berggebiete wichtige Impulse zur Weiterentwicklung geben», wird Landammann Othmar Filliger in der Mitteilung des Kantons Nidwalden zitiert. Der Bund hat das Pilotprojekt als Folge der unterdurchschnittlichen Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung in den Berggebieten lanciert. Die Kriterien für eine Unterstützung von Projekten in Berggebieten sind flexibler als bei anderen Instrumenten. So können etwa kleinere, lokal wichtige Infrastrukturen wie Bike-Trails oder Spielplätze unter gewissen Bedingungen von einem A-fonds-perdu-Beitrag profitieren. Als Berggebiete gelten Beckenried, Dallenwil, Emmetten, Oberdorf und Wolfenschiessen.

Sofern der Landrat dem Kantonsbeitrag von 260'000 Franken zustimmt, wird der Regierungsrat die erforderliche Programmvereinbarung mit dem Bund unterzeichnen. Die Umsetzung erfolgt innerhalb der bestehenden Strukturen, es braucht keine zusätzlichen Ressourcen. Unterstützungswürdige Vorhaben können von den Verantwortlichen wie normale NRP-Projekte über ein Gesuchsformular beim Regionalentwicklungsverband (REV) Nidwalden/Engelberg eingegeben werden. Das Formular ist online unter zu finden. Den Gesuchstellern wird empfohlen, bereits sehr früh in der Projektphase mit dem REV Kontakt aufzunehmen.