NIDWALDEN: Wirtschaftsdelikte belasten Polizei stark

Immer komplexere Wirtschaftsdelikte halten Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei auf Trab. Die Justizkommission ist beunruhigt.

Matthias Piazza
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«Der Pendenzenberg wird stetig grösser», sagt Jürg Wobmann, Kommandant der Nidwaldner Kantonspolizei. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)

«Der Pendenzenberg wird stetig grösser», sagt Jürg Wobmann, Kommandant der Nidwaldner Kantonspolizei. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)

Die Kriminalpolizei ist überlastet. Zu diesem Schluss kommt die landrätliche Justizkommission in ihrem Rechenschaftsbericht 2013. Zu schaffen machen der Polizei vor allem besonders komplexe Wirtschaftsdelikte. «Die Wirtschaftsdelikte werden nicht zahlreicher, aber immer komplexer und internationaler, man denke beispielsweise an Internet-Kriminalität, verbunden mit Wirtschaftsdelikten», ortet Michèle Blöchliger (SVP), Präsidentin der landrätlichen Justizkommission, den Grund für immer längere Bearbeitungsfristen. Die ohnehin schon knapp bemessene Kriminalpolizei komme so in einen personellen Engpass – mit den entsprechend negativen Auswirkungen.

«Der Pendenzenberg wird stetig grösser», bestätigt Jürg Wobmann, Kommandant der Nidwaldner Kantonspolizei. «Vor allem aufwendige Fälle bringen uns an den Anschlag, da wir auch sonst schon personell unterdotiert sind.» Die neue Strafprozessordnung habe die Situation massiv verschärft, weil der bürokratische Aufwand zugenommen habe. Er beantragt nun eine Personalaufstockung des zurzeit rund 64 Mann grossen Korps um weitere zehn Personaleinheiten.