NIDWALDEN: Zweite Röhre führt zu keiner Verschärfung

Die Regierung zerstreut Befürchtungen, es würde nach der Sanierung des Gotthardtunnels mehr Verkehr rollen. Die Verfassung verbiete ja mehr Kapazität.

Martin Uebelhart
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Fahrzeuge passieren den Gotthard-Strassentunnel. (Bild: Keystone)

Fahrzeuge passieren den Gotthard-Strassentunnel. (Bild: Keystone)

Landrätin Marianne Blättler (CVP, Hergiswil) hat in einer Interpellation Fragen zur Verkehrsentwicklung im Kanton Nidwalden nach dem Bau einer zweiten Röhre beim Gotthard-Strassentunnel gestellt. Der Regierungsrat hat im vergangenen April in einer Stellungnahme die Pläne des Bundes unterstützt, eine zweite Tunnelröhre zu bauen. Nach der Sanierung der bestehenden Röhre sollen beide einspurig betrieben werden.

In der Antwort auf den Vorstoss, der morgen im Landrat behandelt wird, hält die Regierung fest, sie habe sich bei ihrer Vernehmlassung auf die vom Bund prognostizierte Verkehrszunahme gestützt. Diese liegt für 2030 bei insgesamt rund 10 Prozent verglichen mit 2005. Marianne Blättler wollte weiter wissen, wie sich die Regierung dafür einsetze, dass es trotz Ausbau am Gotthard nicht zu unzumutbarem Mehrverkehr komme. Dazu schreibt die Regierung, dass nur die Öffnung von zwei Fahrspuren pro Richtung zu einer Kapazitätserweiterung und damit zu Mehrverkehr führen würde. «Gegen eine solche Kapazitätserweiterung, die im übrigen aufgrund des Alpenschutzartikels der Bundesverfassung widerspricht, würde sich der Regierungsrat vehement zur Wehr setzen», so die Antwort.