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NIDWALDEN: Zweiter Anlauf für Megaprojekt

Südlich des Swissint-Waffenplatzes planen der Kanton und der Bund eine dreistöckige Halle für die gemeinsame Nutzung. Stimmt der Landrat diesmal dem Geschäft zu, kommt es im September an die Urne.
Matthias Piazza
In der geplanten dreigeschossigen Halle südlich des Swissint-Waffenplatzes (am linken Bildrand) in Oberdorf sind auch unterirdische Parkplätze vorgesehen, welche auch von der Öffentlichkeit genutzt werden könnten. (Bild: PD)

In der geplanten dreigeschossigen Halle südlich des Swissint-Waffenplatzes (am linken Bildrand) in Oberdorf sind auch unterirdische Parkplätze vorgesehen, welche auch von der Öffentlichkeit genutzt werden könnten. (Bild: PD)

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Es dürfte vielen Landräten als Dé­jà-vu erscheinen, wenn sie diesen Frühling, voraussichtlich im März oder Mai, über das Geschäft zum Ersatzbau Süd des Waffenplatzes Wil abstimmen. Denn bereits im April des vergangenen Jahres hat sich das Parlament mit dem 22-Millionen-Franken-Projekt befasst und schliesslich mit 34 zu 18 Stimmen zurückgewiesen. Mit Ausnahme der CVP waren alle Fraktionen für die Rückweisung oder sympathisierten zumindest mit ihr. Und dies, obwohl die drei vorberatenden Kommissionen dem Kredit von gut 11 Millionen Franken, den der Kanton hätte leisten sollen, zugestimmt hatten. Es geht im Wesentlichen um eine neue dreigeschossige Halle, welche von Kanton und Armee gemeinsam genutzt werden könnte und die auch eine öffentliche Tiefgarage beinhaltet (siehe Kasten).

Kritisiert wurde, dass das Parlament zu spät einbezogen worden sei. Es sei nicht wie sonst üblich zuerst ein Planungskredit verlangt und erst danach ein detailliertes Ausführungsprojekt erarbeitet worden. Deshalb gab es für den Landrat viele unbeantwortete Fragen. Auch sei der Anteil des Kantons mit rund 11 Millionen Franken zu hoch gewesen.

Projekt sei in dieser Form sinnvoll und notwendig

«Wir haben drei Schritte in einem gemacht», bestätigt Regierungsrätin Karin Kayser auf Anfrage. Projektierungs-, Planungs- und Baukredit habe man in dasselbe Geschäft verpackt. Der Grund sei, dass Projektierung- und Planung über den Bund gelaufen seien, der wegen neuer Eigentumsverhältnisse auf dem Flugplatz Buochs Einstellmöglichkeiten verliere. «Wir wollen die Chance nutzen, mit der Armee gemeinsam einen Neubau zu realisieren», so die Justiz- und Sicherheitsdirektorin.

«Nach der Rückweisung gingen wir nochmals über die Bücher und kamen zum selben Schluss.» Das Projekt in dieser Form sei sinnvoll und entspreche den vorgelegten Bedingungen, Auflagen und Bedürfnissen. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis sei ideal, nicht zuletzt, weil dadurch der Standort der Swissint, dem Kompetenzzentrum der Armee für Auslandeinsätze, gestärkt werde. «Viele Kantone beneiden uns um die Swissint.» Und schliesslich habe der Kanton in einer Volksabstimmung Ja zur Swissint am Standort in Oberdorf gesagt und damit auch Ja zu optimalen Rahmenbedingungen, um im Wettbewerb mit den anderen Waffenplätzen konkurrenzfähig zu bleiben. Davon profitiere auch das einheimische Gewerbe. «Durch die internationale Nutzung des Areals strahlt Nidwalden auch weit über die Landesgrenze. Viele Militärs, auch aus dem Ausland, die am Swissint-Standort Oberdorf Dienst leisten, machen später in unserer Region Ferien.»

Noch offen sei die Nutzung des kantonalen Zeughauses, wenn die Logistik wie etwa die Retablierung und die Büros in den Neubau auf der anderen Strassenseite zügeln. «Wir haben verschiedene Varianten geprüft. Definitiv entscheiden wir, wenn wir für das Projekt grünes Licht erhalten», so Karin Kayser.

Wenn der Landrat dem Brutto-Kredit von 22 Millionen Franken zustimmt, befinden die Stimmbürger am 23. September an der Urne darüber. Bei einem Ja starten die Bauarbeiten im kommenden Jahr.

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