NIDWALDEN/ARIZONA: Den 50. Geburtstag will sie mit der Mutter feiern

Nach 22 Jahren in der Todeszelle geniesst Debra Milke das Leben draussen. Ihr grösster Wunsch ist allerdings ist noch unerfüllt. Doch die Zuversicht steigt.

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Debra Milke will so schnell wie möglich die USA verlassen. (Bild: PD)

Debra Milke will so schnell wie möglich die USA verlassen. (Bild: PD)

«Ich staune, wie schnell sie mit dem Leben draussen zurechtgekommen ist. Sie ist eine wirklich hochintelligente Frau und meistert die neuen Herausforderungen hervorragend», berichtet Frank Aue, der Debra Milke auf ihrem Weg in die Freiheit unterstützt, gegenüber den Medien Auskunft gibt und die Website betreut. 22 Jahre lang sass Debra Milke in der Todeszelle in Phoenix. Sie wurde beschuldigt, am Tod ihres Sohnes beteiligt zu sein, beteuerte aber immer ihre Unschuld. Seit vergangenem September darf sie in Freiheit leben. Im Moment lebt sie in einer Wohnung in Phoenix, wird finanziell unterstützt von ihrer Mutter Renate Janka, die mit ihrem Lebenspartner abwechselnd in Emmetten und Karlsruhe lebt. Ganz in Freiheit ist Debra Milke allerdings noch nicht. Sie ist einem elektronischen Überwachungssystem unterstellt und muss sich zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr in ihrem Haus aufhalten. Zudem darf sie Maricopa County nicht verlassen.

Ihr sehnlichster Wunsch ist noch unerfüllt: Sie will die USA verlassen und in Europa leben. Frank Aue hat an der definitiven Freilassung Debbies im kommenden Jahr keine Zweifel.

Das letzte Mal besuchte Renate Janka ihre Tochter im vergangenen September. Auf das nächste Wiedersehen im kommenden März freuen sich beide besonders. Dann feiert Debra Milke ihren 50. Geburtstag.