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NIDWALDEN/OBWALDEN: Tolle Bedingungen für die Schneesportgebiete an Weihnachten

In den Schneesportgebieten herrschen kurz vor den Festtagen gute Schnee- und Pistenverhältnisse. Kein Vergleich mit dem Vorjahr, als das Weihnachtsgeschäft vielerorts sehr schlecht lief.
Martin Uebelhart
Gestern Karfreitag auf Melchsee-Frutt (Gebiet Erzegg): tadellose Verhältnisse ohne Gedränge auf den Pisten. (Bild: Markus von Rotz)

Gestern Karfreitag auf Melchsee-Frutt (Gebiet Erzegg): tadellose Verhältnisse ohne Gedränge auf den Pisten. (Bild: Markus von Rotz)

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@nidwaldnerzeitung.ch

«Wunderbar.» «Fantastisch.» «Traumhaft.» Das sind nur drei der Adjektive, die man immer wieder hört, wenn man sich derzeit bei den Schneesportgebieten in Ob- und Nidwalden nach dem Saisonstart und den Aussichten erkundigt. Noch läuft auf den Bergbahnen Beckenried-Emmetten eine Vorsaisonaktion. Es sind noch nicht ganz alle Anlagen in Betrieb. «Vor allem bei schönem Wetter kommen recht viele Leute zu uns», sagt Paul Odermatt, Geschäftsführer ad interim. Es liege viel Schnee im Gebiet Klewenalp–Stockhütte und das habe die Leute zum Skifahren und Ausüben anderer Wintersportarten animiert.

«Gemerkt haben wir es auch beim Vorverkauf für die Saisonkarten, der bis am vergangenen Wochenende lief», so Odermatt weiter. «Da haben wir einiges mehr abgesetzt als im Jahr zuvor.» Dank des vielen Schnees habe man weniger beschneien müssen, was aufgrund des Wassers und des Stroms durchaus ein Kostenfaktor sei. «Ich hoffe, dass es nicht zu stark regnet am Freitag.» Sollte es zu warm werden, könnte auch der Schlittelweg von der Stockhütte nach Emmetten den Verantwortlichen Kopfzerbrechen bereiten. Mit Blick auf die Wetterprognosen der kommenden Tage glaubt Paul Odermatt, dass viele Leute kommen werden.

«Die besten Weihnachten seit langem» stünden bevor, ist Thomas Küng, Geschäftsführer der Engelberger Brunnibahnen, überzeugt. Es liege genug Schnee, was sich auch auf die Umsätze auswirke. Während im vergangenen Jahr im Dezember wegen des Schneemangels vor allem Fussgänger am Berg gewesen seien, tummelten sich jetzt auch viele Schneesportler auf den Pisten. «Wir haben bereits mehr als die Hälfte des durchschnittlichen Dezemberumsatzes eingefahren, und die frequenzstarken Tage während der Weihnachts­ferien stehen erst noch bevor», hält Küng fest. Bis am Wochenende sollte es sogar noch etwas mehr Schnee geben, meint er. Zufrieden seien die Brunnibahnen auch mit dem Buchungsstand der Berglodge Ristis.

Der diesjährige Start in die Saison sei sehr erfreulich, sagt André Strasser, Verwaltungsratspräsident der Skilifte Mörlialp AG. Ab diesem Samstag läuft im Skigebiet oberhalb von Giswil der durchgehende Betrieb. «Wir haben sehr viel Schnee und sehr gute Bedingungen», hält er fest. Bereits habe man während fünf Wochenenden geöffnet gehabt. «Das ist sehr erfreulich, insbesondere wenn man bedenkt, dass wir in der vergangenen Wintersaison erst Mitte Januar den Betrieb aufnehmen konnten. Für die Fest­tage ist André Strasser sehr optimistisch, «dass wir gute Besucherfrequenzen haben werden».

«Die Gäste sind zufriedener»

Auf dem Wirzweli waren die Anlagen am vergangenen Wochenende zum ersten Mal in Betrieb. «Und eine Woche zuvor konnten wir bereits die Schneeschuh-Trails freigeben», sagt Geschäftsführerin Hanny Odermatt. «Es liegt wirklich sehr viel Schnee, und die Verhältnisse sind wunderschön.» Inzwischen habe auch der Verkauf von Saison­karten angezogen. «Offenbar war teilweise in den Köpfen, dass auf dem Wirzweli der Skibetrieb eingestellt wird, auch wenn das erst in einigen Jahren der Fall ist», mutmasst Hanny Odermatt. Auch für die Skischule gebe es erfreulich viele Anmeldungen, sagt sie. «Es gibt aber noch Plätze.» Mit Angeboten wie einem Elektro-Fatbike wolle sich das Wirz­weli heute schon auf die Zeit ohne Skibetrieb vorbereiten, hält Hanny Odermatt fest.

Man merke, dass es dieses Jahr genügend Schnee habe, befindet Peter Reinle, Marketingleiter der Titlisbahnen.«Es wird mehr Ski gefahren, und die Gäste sind zufriedener», hält er fest. Auch die Schneeverhältnisse seien einladend. «Es macht mehr Spass, im Pulverschnee zu fahren, als wenn man seine Schwünge auf einer pickelharten Piste macht.» Aufs Wochenende hin werde auch die Standardpiste ins Tal offen sein. «Es ist rundum positiv», findet er.

Auch bei der Destination Engelberg spürt man die Vorboten einer ansprechenden Saison. «Ein Indikator bei uns sind die Zugriffe auf die Website», sagt Frédéric Füssenich, Direktor der Engelberg-Titlis Tourismus AG. Und diese wiesen je nach Land im Vergleich zum Vorjahr zum Teil markante Steigerungen auf: «30 Prozent mehr aus der Schweiz, 40 Prozent mehr aus England oder 13 Prozent mehr aus Deutschland.» Engelberg gehöre zu den schneesichersten Skiorten. Dies sei neben der Grösse ein ausschlaggebender Faktor. «Für Ausländer ist die Schweiz zudem etwas günstiger als noch vergangenes Jahr», hält er fest. Wenn im Unterland Schnee liege, mache das mehr Lust auf Wintersport, weiss der Tourismus-Direktor. Die Buchungen in Engelberg über die Festtage und auch weiter in die Saison hinein lägen höher, verglichen mit dem vergangenen Jahr.«Die Vorzeichen sehen gut aus, doch abgerechnet wird im April», so Füssenich.

Frequenzen über dem Durchschnitt auf der Frutt

Auf der Melchsee-Frutt sei der Verkauf von Saisonkarten im Vergleich zu anderen Jahren auf hohem Niveau stabil. «Der Vorverkauf ist sehr wichtig für uns, sagt Geschäftsführer Daniel Dommann. Die Frequenzen lägen über dem Durchschnitt. «Die Schneesportler geniessen die wunderbare Winterpracht», sagt er. «Es liegt genug Schnee, alle Pisten sind präpariert und in bestem Zustand.» Und das Wetter sehe für die kommenden Fest­tage gut aus.

Paul Odermatt, Bergbahnen Beckenried-Emmetten: «Wir haben einige Saisonkarten mehr abgesetzt als im Vorjahr.» (Bild: Philipp Unterschütz/NZ)

Paul Odermatt, Bergbahnen Beckenried-Emmetten: «Wir haben einige Saisonkarten mehr abgesetzt als im Vorjahr.» (Bild: Philipp Unterschütz/NZ)

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