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Nidwaldner alt Regierungsrat Alois Bissig reicht Nationalratskandidatur offiziell ein

Ein überparteiliches Komitee hat am Donnerstag die Kandidatur des früheren CVP-Regierungsrats Alois Bissig für den Nationalrat eingereicht. Damit kommt es im Herbst definitiv zu einer Volkswahl.
Romano Cuonz
Nationalratskandidat Alois Bissig. (Bild: Romano Cuonz)

Nationalratskandidat Alois Bissig. (Bild: Romano Cuonz)

«Mir ist es wichtig, dass die Nidwaldnerinnen und Nidwaldner im Herbst ihren Nationalrat wählen können und nicht einfach den Ständerat und den Nationalrat ohne Wahlen vorgesetzt bekommen», sagt der frühere CVP-Regierungsrat Alois Bissig. Deshalb hat er, zusammen mit einem vorläufig zehnköpfigen Unterstützungskomitee der Staatskanzlei Nidwalden am Donnerstag seine Nomination als Kandidat für den Nationalrat übergeben. Konkret geht es Bissig und seinen Unterstützern darum, eine stille Wahl des SVP-Nationalrats Peter Keller zu verhindern. Bei Übergabe der Unterschriften wurde Bissig von Dominik Steiner (Landrat FDP, Ennetbürgen), Thomas Wallimann-Sasaki (Landrat Grüne, Ennetmoos), Franz Amstutz (Mitglied der CVP Ennetbürgen) und die TCM-Therapeutin Marianne Käslin Tschuppert begleitet. Weiter darf Bissig etwa auch auf die Unterstützung des grünen Landrats Alexander Huser aus Ennetbürgen, von Heidi Mathis, Präsidentin des Ortsvereins Wolfenschiessen oder von Reto Wyss (Geschäftsleiter der Kanuwelt Buochs) zählen.

CVP Ennetbürgen ablehnend

Die Unterstützung der Kandidatur Bissig jedoch abgelehnt hat die CVP- Ortspartei Ennetbürgen. Seine eigene Partei! Dies führte dazu, dass auch die CVP-Kantonalpartei den für den 30. August vorgesehenen Parteitag, mangels offizieller Kandidaten, fallen liess. Bissig wird also «wild» und überparteilich antreten. An seinem klaren Bekenntnis zur CVP ändere dies jedoch nichts, sagt er. Die wichtigsten Gründe für seine Kandidatur formulierte der Jurist aus Ennetbürgen so: «Im kommenden Herbst soll im eidgenössischen Parlament die konstruktive Mitte gestärkt werden, meine überparteiliche Kandidatur gibt mir aber andererseits auch eine grosse Unabhängigkeit in Sachfragen, zumal ich keinen einzigen Interessenverband vertrete.» Angesprochen darauf, dass es zu einem Kampf «David gegen Goliath» kommen werde, meinte Bissig: «Ich freue mich, dass ich bereits jetzt breite Unterstützung geniesse und werde nun mit meinem Team einen günstigen, aber für Wählerinnen und Wähler interessanten und abwechslungsreichen Wahlkampf führen.»

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