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Nidwaldner Bäuerinnen reden bei der Politik mit

Der Bäuerinnenverband Nidwalden feierte in Stans seine 70. Generalversammlung. Mit einem starken Weiterbildungsangebot sind die Landfrauen im laufenden Jahr auf Kurs.
Marion Wannemacher
Von rechts: Marino Bosoppi, Daniel Guillet, Präsidentin Claudia Käslin und Mirjam Würsch. (Bild: Marion Wannemacher (Stans, 24. Januar 2019))

Von rechts: Marino Bosoppi, Daniel Guillet, Präsidentin Claudia Käslin und Mirjam Würsch. (Bild: Marion Wannemacher (Stans, 24. Januar 2019))

In Zeiten, wo es vielen Vereinen an Freiwilligen fehlt, kann der Bäuerinnenverband Nidwalden über Nachwuchsmangel nicht klagen. 565 Frauen gehören ihm an, in etwa ist die Zahl gleich bleibend wie im vergangenen Jahr. Vor genau 70 Jahren wurde er gegründet, an der Generalversammlung am Donnerstag in Stans feierten die Bäuerinnen das Jubiläum. Auf ein spannendes Jahr blickte Präsidentin Claudia Käslin zurück. Dieses sei allen noch durch das unvergessliche Wetter im Gedächtnis: «Während die einen wegen der Trockenheit nicht mehr heuen mussten, füllten sich die Heustöcke bei den anderen wie schon lange nicht mehr», brachte sie es auf den Punkt.

2018 stand den Nidwaldner Bäuerinnen ein abwechslungsreiches Kursprogramm zur Verfügung. Interesse habe vor allem der Kurs über die Kalkstrohmatratze im Anbindestall geweckt, berichtete Vizepräsidentin Bernadette Odermatt-Felber. Auch über Tiertransporte bildeten sich die Bäuerinnen weiter oder besuchten einen Kurs über die Herstellung von Pasta.

Rund um Haushalt, Hobby und Besinnung

Fürs laufende Jahr präsentierte der Vorstand einen Ausblick auf ein buntes Programm mit Themen rund um Haushalt, Hobby und Besinnung. So ist ein Ausflug zum Ballenberg-Theater («Romeo und Julia auf dem Dorfe») geplant, ein Kurs übers Sterilisieren und Einmachen oder einer zum kreativen Schaffen mit «Handlettering», dem Verzieren mit Buchstaben. Nach wie vor der Klassiker: das Wellness-Wochenende nach Morschach.

Der Bäuerinnenverband ist auch politisch tätig. Am runden Tisch mit Ständerat Hans Wicki und Nationalrat Peter Keller kann der Vorstand aktuelle Anliegen deponieren. Ein regelmässiger Austausch findet auch mit dem Forum Landwirtschaft, mit Vertretern aus allen politischen Parteien, landwirtschaftlichen Organisationen, dem Tourismus und Umweltverbänden statt.

Welche Themen den Landwirten zurzeit auf den Nägeln brennen, schilderte Hansueli Keiser, Präsident des Nidwaldner Bauernverbandes, in seinem Grusswort. Was das Raumplanungsgesetz für das Bauen ausserhalb der Bauzone bedeutet, erklärte er anhand anschaulicher Beispiele. Für jedes Objekt, das neu gebaut werde, müsse ein anderes zurückgebaut werden, auch würden diese mit einem Grundpfand belegt. «Wenn der Nationalrat das Gesetz abweist, ist es vom Tisch», sagte er in Richtung von Peter Keller.

Ausserdem äusserte sich Keiser zur Agrarpolitik 22+. Diese bringe keine Verbesserungen für die Nidwaldner Landwirtschaft. Der Präsident gratulierte den Bäuerinnen zum Jubiläum und spornte sie an: «Macht weiter mit dem gleichen Elan.» Auch Landwirtschaftsdirektor Joe Christen dankte den Landfrauen für ihre Arbeit.

Bei einem Ertrag von 22'972 Franken schliesst die Jahresrechnung mit einem geringen Verlust von 277 Franken ab. Diesen führte Kassierin Sandra Barmettler-Zumstein auf bereits getätigte Aufwendungen für die Gewerbeausstellung Iheimisch im kommenden Mai sowie auf die Anschaffung neuer Verbandskleider zurück.

Marino Bosoppi stellte seinen Nachfolger vor

Marino Bosoppi informierte, dass er sein Amt als geistlicher Begleiter im Bäuerinnenverband langfristig abgeben müsse, da er in der Pfarrei Stans vermehrt Aufgaben übernehmen werde. Als Nachfolger stellte er den Beckenrieder Pfarrer Daniel Guillet vor, mit dem er während des laufenden Jahres für den Verband zusammenarbeiten werde. Für den sozialen Bereich ist künftig Mirjam Würsch zuständig, die bei der Fachstelle KAN der Katholischen Kirche Nidwalden Sozialberatung leistet.

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