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Nidwaldner Bevölkerung soll beim Verkehr mitreden

Der Verkehr in Nidwalden soll verträglicher werden. Das hat sich die Regierung zum Ziel gesetzt – und lanciert erneut eine Umfrage.
Philipp Unterschütz

Der motorisierte Individualverkehr für die Nidwaldner Bevölkerung soll verträglicher gestaltet werden: So lautet ein Ziel im Legislaturprogramm des Regierungsrates für die Jahre 2016 bis 2019. Das Ziel bleibt wohl auch darüber hinaus bestehen. Um Verbesserungen zu erreichen, braucht es entsprechende Massnahmen, die mit der Gesamtverkehrsstrategie des Kantons kompatibel sind und zur Zufriedenheit der Verkehrsteilnehmer beitragen sollen.

Um die wichtigsten Anliegen der Bevölkerung zu erfahren, führte das Amt für Mobilität bereits 2015 eine Bevölkerungsumfrage durch. Aus der Befragung ergab sich damals auf einer Skala von 100 eine Gesamtzufriedenheit für den motorisierten Individualverkehr von 72 Punkten. Basierend auf der Umfrage hat der Kanton inzwischen verschiedene Massnahmen umgesetzt. Dazu zählen unter anderem Kampagnen wie «Fahr sichtbar», die Aufschaltung von Merkblättern auf der Website oder die Verbesserung der Sicherheit bei Unfallschwerpunkten. Diese Massnahmen dürften grundsätzlich positiv aufgenommen worden sein. Zum Beispiel im Bereich um den Kreisel Kreuzstrasse konnte die Situation seit 2015 doch verbessert werden.

Verkehr hat sich seit 2015 markant verändert

Nun startet der Kanton erneut eine Umfrage. Dabei ist man sich laut Baudirektor Josef Niederberger sehr wohl bewusst, dass sich seit 2015 die Verkehrssituation in Nidwalden markant verändert hat. «Wir hatten in den letzten zwei Jahren und insbesondere in den vergangenen Wochen etliche schwierige Situationen. Wir wären deshalb auch nicht überrascht, wenn sich jetzt eine weniger hohe Gesamtzufriedenheit ergibt.» Insbesondere habe seit 2015 die Kadenz von Staus auf der Autobahn immer mehr zugenommen und verursacht durch die Navigationsgeräte habe vermehrt Umfahrungsverkehr in die Dörfer gedrängt. Zu erwarten sei aufgrund dieser Lage auch, dass beispielsweise Einwohner von Hergiswil oder Stansstad anders reagieren werden als solche von Emmetten oder Beckenried.

Mit der Umfrage will der Kanton aber nicht einfach nur wissen, wie das Befinden der Bevölkerung ist. «Die Ergebnisse sollen auch zusätzliche Informationen für die Arbeit der Taskforce ‹Verkehr› liefern, die im November ihre Arbeit aufnimmt», erklärt Josef Niederberger. Insofern hoffe man auch, dass sich aus der Umfrage auch Ideen und Forderungen eröffnen, die man in der Taskforce einbeziehen könne. Angestrebt würden nun vom Kanton schon «grössere Würfe». Es gebe die Taskforce, die Arbeitsgruppe Engelbergertal und die Arbeitsgruppe mit den Gemeinden Hergiswil, Stansstad und Stans. «Es ist mir ein Riesenanliegen, dass Kanton und Gemeinden alle gemeinsam die Verkehrssituation verträglich gestalten können. Wir brauchen ein Miteinander aller verschiedenen Verkehrsträger», sagt Josef Niederberger.

Auch die Autobahn ist Gegenstand der Umfrage

Wie bei der Erstbefragung vor vier Jahren werden erneut im ganzen Kanton telefonische Interviews mit rund 1300 Personen ab dem 18. Altersjahr durchgeführt. Im Fragenkatalog, der unserer Zeitung vorliegt, finden sich Fragen, welche Verkehrsmittel man wie oft für welche Zwecke benutzt. Oder wie man die Verkehrssituation und das Vorwärtskommen beurteile. Zudem möchte der Kanton wissen, wie der Zustand der Kantonsstrassen in baulicher Hinsicht wahrgenommen wird, oder wie gut Baustellen signalisiert oder Verkehrsbehinderungen kommuniziert werden. Die Befragten können auch Verbesserungsvorschläge oder Wünsche zur Verkehrssituation angeben, oder wo sie neuralgische Punkte sehen. Auch die Autobahn A2 ist Gegenstand einiger Fragen.

Die Umfrage dauert vom kommenden Montag bis Mitte November. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2020 veröffentlicht. Anschliessend wird die Umsetzung weiterer Massnahmen geprüft.

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