Förderbeiträge

Nidwaldner Energie-Förderprogramm erhält mehr Geld

Der Nidwaldner Regierungsrat hat das kantonale Energie-Förderprogramm 2021 verabschiedet. Künftig werden 300'000 Franken mehr für die energetische Verbesserung von Gebäuden zur Verfügung stehen.

Simon Zollinger
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Der Kanton Nidwalden ermutige Gebäudebesitzer dazu, ihre Liegenschaften energetisch zu ertüchtigen. Dies schreibt die Staatskanzlei in einer Medienmitteilung vom Donnerstag. Er leiste hierzu mit dem kantonalen Förderprogramm selbst einen Beitrag, indem Massnahmen von Privaten zur sparsamen Energienutzung und zur Verwendung erneuerbarer Energien und von Abwärme finanziell unterstützt würden. Übergeordnete Ziele seien die Umsetzung der Energiestrategie 2050 und die nachhaltige Senkung des CO2-Ausstosses. Einen Förderantrag einreichen könnten alle, die entweder die Gebäudehülle ihres Hauses energetisch verbessern oder ihre Ölheizung mit einer Lösung ersetzten, die auf erneuerbaren Energien beruht.

Im laufenden Jahr ist die Nachfrage in Nidwalden derart gross, dass die kantonalen Fördermittel von etwas mehr als 1 Million Franken bereits im Oktober aufgebraucht waren. Im Moment kommen eingehende Gesuche auf eine Warteliste und erhalten die Zusage Anfang des nächsten Jahres. Um der gesteigerten Nachfrage gerecht zu werden, hat der Regierungsrat beschlossen, die kantonalen Fördermittel für 2021 um 100'000 Franken zu erhöhen. Damit können zusätzlich 200'000 Franken Bundesmittel aus der CO2-Abgabe ausgelöst werden, wodurch ein Gesamtbetrag von 1,35 Millionen Franken zur Verfügung stehen wird. Neben Bund und Kanton beteiligen sich auch das Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) und das Gemeindewerk Beckenried am Fördertopf.

Wertschöpfung nach Nidwalden zurückholen

«Das Förderprogramm ist ein wichtiger Pfeiler der kantonalen Energiepolitik», wird Landwirtschafts- und Umweltdirektor Joe Christen in der Mitteilung zitiert. Bauherren, die freiwillig mehr machen, als es die gesetzlichen Anforderungen verlangen, werden für ihr vorbildhaftes Engagement entschädigt. Daneben besteht auch die Möglichkeit, steuerliche Abzüge geltend zu machen. «Langfristig verfolgen wir im Gebäudebereich das Ziel, die Wertschöpfung vermehrt in den Kanton Nidwalden zurückzuholen. Anstatt für teures Geld Heizöl aus dem Ausland zu importieren, wird in Zukunft vermehrt die Ressource Holz und damit die lokale Forstwirtschaft unterstützt», ist Christen überzeugt.

Die nachhaltige Nutzung der Nidwaldner Wälder stösst noch lange nicht an ihre Grenzen, und in der Gebäudetechnik konnten in den vergangenen Jahren hinsichtlich Effizienz und Preis deutliche Fortschritte erzielt werden. Die Wärmepumpe konnte sich auch beim Heizungsersatz durchsetzen und ist heute eine der verbreitetsten Lösungen. Dieses Potenzial kann nicht zuletzt dank des gut aufgestellten einheimischen Gewerbes und der Korporationen als Waldbesitzer umgesetzt werden.

Hinweis: Gesuche für Förderbeiträge können online eingereicht werden: www.dasgebaeudeprogramm.ch.