Nidwaldner Kampagne «Suibr bliibe» trägt bereits Früchte

62 Nidwaldner Schulklassen beteiligten sich am Wettbewerb. Den Kehrrichtverband freut’s.

Ruedi Wechsler
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Die Schüler setzten sich mit Littering auseinander: (von links) Die Filmemacher Livio und Silvan Murer.

Die Schüler setzten sich mit Littering auseinander: (von links) Die Filmemacher Livio und Silvan Murer.

Bild: Ruedi Wechsler (Beckenried, 24. Juni 2020)

Aktuell steht der Container auf seiner letzten Station noch bis Ende Juni bei der Schiffsstation in Beckenried. Begonnen hat alles auf dem Dorfplatz in Stans und führte durch fast alle Nidwaldner Gemeinden. Der Kehrrichtverband Nidwalden ist Initiant der Kampagne «Suibr bliibe».

Erich Wobmann durfte im Auftrag einer Agentur das Projekt umsetzen. Nun präsentierten am Mittwoch die Schüler der 2. Orientierungsstufe (ORS) Beckenried ihr Exponat zum Thema Littering. «Nach der Lockerung der Coronamassnahmen hat das Littering wieder stark zugenommen. Im Gegenzug hat aber auch die Stimmung gegen diese Unsitte viele Botschafter gewonnen», sagt Erich Wobmann. Er wünscht sich von der Aktion, dass das Bewusstsein der jungen Generation zum Thema Littering gestärkt wird.

Kein Verständnis für Littering

Insgesamt beteiligten sich 62 Nidwaldner Schulklassen an diesem Wettbewerb. Die zwei ORS-Schüler Silvan und Livio Murer sind die Baumeister des eindrücklichen Videos, das sie im Container den Besuchern präsentierten. Dafür investierten die beiden zwei Tage. Die Dokumentation mit Fotos und Videos werde anschliessend der Jury zugesendet. Mit dieser Kampagne erhofft sich Silvan, dass die Leute weniger Abfall auf den Boden werfen. Auf dem Klewen-Parkplatz hätten die Schüler Skistöcke entdeckt, die auch Tage danach liegen blieben.

Livio Murer filmt gerne. Mit einer Helmkamera drehte er auf dem Gemeindegebiet Beckenried eindrückliche, aber nicht unbedingt appetitliche Sequenzen. Auch eine Drohne kam zum Einsatz. Livio sagt: «Mir hat speziell gut gefallen, dass wir mal draussen in der Natur arbeiten durften.» Er wünscht sich, dass die Leute diese Kampagne respektieren und künftig weniger Müll auf den Boden schmeissen. «Ich war erstaunt, wie viele Zigarettenstummel wir in kurzer Zeit auf dem Spielplatz einsammelten.» Ähnliche Feststellungen machte auch Sarah Käslin: «Ich habe Joints und diversen Abfall gleich neben dem Mülleimer oder der Sammelstelle gefunden. Ich frage mich ernsthaft, wieso die Menschheit aus purer Faulheit alles auf den Boden wirft und somit ihre Grundexistenz zerstört.»