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Nidwaldner Kantonspolizei will auf der A2 keine Lastwagen im Baustellen-Gegenverkehr

Die Signalisation für Verkehrsumstellung bei der A2-Baustelle in Hergiswil wird schlecht beachtet. Die Polizei will vermehrt kontrollieren.
Martin Uebelhart
Tafeln weisen vor dem Kirchenwaldtunnel auf die Verkehrsführung hin. (Bild: Markus von Rotz, Stansstad, 12. Juli 2019)

Tafeln weisen vor dem Kirchenwaldtunnel auf die Verkehrsführung hin. (Bild: Markus von Rotz, Stansstad, 12. Juli 2019)

Die Nidwaldner Kantonspolizei ist nicht zufrieden mit dem Verhalten der Verkehrsteilnehmer bei der temporären Signalisation für die erste Phase der A2-Baustelle in Hergiswil. Seit Donnerstag früh ist die Verkehrsführung durch die Autobahnbaustelle komplett umgestellt. Im unmittelbaren Bereich der Baustelle werden die beiden Spuren in Richtung Süden sowie die Überholspur in Richtung Luzern im Gegenverkehr durch die Galerie Hergiswil geführt. Lediglich die Normalspur in Richtung Luzern wird aussen durchgeleitet.

Bereits seit dem Montag ist darum vor dem Kirchenwaldtunnel in Richtung Nord eine neue Spurführung signalisiert. Die Lastwagen sowie generell Fahrzeuge mit über zwei Metern Breite werden via Ausfahrt Hergiswil über den Lopperviadukt in Richtung Luzern geleitet. Auf der Normalspur muss man sich einreihen, wenn man im Tunnel in Richtung Obwalden und Brünig auf die A8 fahren möchte. Die Überholspur führt ebenfalls in Richtung Luzern.

Es kommt zu 
brenzligen Situationen

«Wir wollen den Verkehr vor der Einfahrt in den Kirchenwaldtunnel auf die richtigen Spuren leiten», sagt Lorenz Muhmenthaler, Leiter der Verkehrs- und Sicherheitspolizei. «Und insbesondere wollen wir keine Lastwagen auf der Gegenverkehrsstrecke haben», betont er. Das funktioniere noch nicht zufriedenstellend, räumt er ein. Muhmenthaler führt dies in erster Linie darauf zurück, dass die Automobilisten die Signale nicht richtig wahrnähmen, obschon sie korrekt angebracht seien. Zwischen Stans Süd und Stans Nord weist zudem die Wechselanzeige über der Fahrbahn auf die geänderte Verkehrsführung hin.

Im letzten Moment wechselt dieser Automobilist verbotenerweise im Kirchenwaldtunnel auf die Überholspur. (Bild: Markus von Rotz, Stansstad, 12. Juli 2019)

Im letzten Moment wechselt dieser Automobilist verbotenerweise im Kirchenwaldtunnel auf die Überholspur. (Bild: Markus von Rotz, Stansstad, 12. Juli 2019)

Ein Augenschein zeigt, dass die Verkehrsteilnehmer in der Tat Mühe haben mit dem neuen Regime. Von der Einfahrt in den Kirchenwaldtunnel bis zum Abzweiger in Richtung A8 trennt eine orange Sicherheitslinie, wie sie bei Autobahnbaustellen oft zum Einsatz kommt, die beiden Fahrbahnen. Ein Spurwechsel ist nicht mehr erlaubt: «Eine orange Sicherheitslinie hat die gleiche Bedeutung wie eine weisse: Man darf sie nicht überfahren», hält Muhmenthaler fest. Gleichwohl gibt es Automobilisten, die noch kurz vor der Verzweigung auf die Überholspur in Richtung Luzern wechseln. Darunter seien auch überbreite Fahrzeuge. «Es kann so zu brenzligen Situationen kommen und wir sehen haarsträubende Sachen», sagt er. In einem Fall habe der Beifahrer eines LKW die Verkehrsbaken verschoben, sodass das Fahrzeug doch noch in Richtung Luzern habe fahren können – allerdings auf der für diese Breite verbotenen Spur. «Wir haben schon Lenker verzeigt, die die Spur gewechselt haben.»

Aus Sicherheitsgründen 
gilt Tempo 60

Die Polizei will ihre Kontrollen intensivieren. «Und zwar sowohl was das Spurverhalten als auch die Geschwindigkeit betrifft», betont Muhmenthaler. Auf dem gesamten Abschnitt mit der geänderten Verkehrsführung gilt Tempo 60. Die Polizei begründet dies in einer Mitteilung mit den Platzverhältnissen auf der Baustelle. Die Strecke sei kurvenreich und unübersichtlich. Weiter erfolgten sämtliche Materialtransporte über die Autobahn. Einerseits gehe es darum, die Bauarbeiter zu schützen, andererseits gelte es, Unfälle von Verkehrsteilnehmern zu verhindern und den Verkehrsfluss auf dieser wichtigen Transitachse so lange wie möglich aufrecht zu erhalten.

Dass es trotz allem zu gelegentlichen Staus kommen werde, sei unvermeidlich, schreibt die Polizei weiter und rät dringend davon ab, die Autobahn in solchen Situationen zu verlassen. Erfahrungsgemäss sei man schneller, wenn man auf der Autobahn bleibe, als wenn man den Weg durch die oft verstopften Dörfer wähle. Hinzu komme, dass in Hergiswil eine Dosieranlage installiert worden sei. Diese reguliere den Verkehr so, dass nur eine bestimmte Anzahl Fahrzeuge durch das Dorf fahren kann.

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