Leserbrief

Nidwaldner Mobilitätskonzept darf nicht zur Farce werden

«Mehr Platz für Fussgänger und Velofahrer», Ausgabe vom 4. Juli

Wäli Kammermann, Dallenwil
Drucken
Teilen

Steter Tropfen höhlt den Stein! Scheinbar ist dies das Motto an der Stanser Langsam-Verkehrsfront.

Sage und schreibe 122 Unterschreibende votieren erneut für ein autoarmes Stans. Dass diese Petition (organisiert von den gleichen Protagonisten, welche vor Monaten schon einen legendären Verkehrskollaps zu verantworten hatten) gerade jetzt kommt, ist wohl kein Zufall. Ich gehe davon aus, dass die Petitionäre hiermit die erst gerade beschlossene Mobilitätsstudie zu ihren Gunsten befeuern wollen oder diese gar noch vor Fertigstellung zu untergraben versuchen.

Es ist genug jetzt! Sektiererisch wird von Linken und Grünen der motorisierte Individualverkehr in die Hölle gepredigt. Gleichzeitig will man diesen mit Hilfe des Verkehrsverhinderungsclubs Schweiz (VCS) zu Tode politisieren. Es ist eine Anmassung sondergleichen, dem Individualverkehr notorisch die Existenzberechtigung abzusprechen, sich aber gleichzeitig aus dem Benzinzolltopf zu bedienen, wenn man 30er-Zonen und Verkehrshindernisse bauen will.

Es geht um alles: Stans muss (individual-)verkehrsfrei werden. Das ist die wahre Absicht der Mobilitätsveganer! Das Einbahnstrassendebakel ist vergessen und Einsicht ist erst recht keine auszumachen.

Es ist zu hoffen, dass der Kanton sofort die Federführung übernimmt und solche Einzelaktionen unterbindet. Ansonsten riskiert er, dass das teure Mobilitätskonzept schon vor seiner Fertigstellung zur Farce wird.