Nidwaldner möchten neuen Badestrand

Der Gemeinderat von Buochs will einen beliebten Platz am See aufwerten. Dies ist ganz im Sinne des Kantons. Ihm schwebt ein Projekt à la Reussdelta in Uri vor.

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Bärti Ambauen mit Hund Tim am Aawasseregg in Buochs. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Bärti Ambauen mit Hund Tim am Aawasseregg in Buochs. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Es ist ein beliebter Flecken Erde, das Aawasseregg am Vierwaldstättersee in Buochs. Bloss: das Plätzchen ist ein wenig in die Jahre gekommen. Nun wollte die Gemeinde das Aawasseregg mit einer Neugestaltung aufwerten. Der Gemeinderat hatte für das laufende Jahr vorsorglich 550'000 Franken ins Budget aufgenommen. Und für den 11. März wäre eine Urnenabstimmung über das Projekt geplant gewesen.

Doch in der Zwischenzeit ist der Gemeinderat auf die Bremse gestanden. Nicht ohne Grund: Der Kanton hat ihn darum gebeten, weil er für das genau gleiche Gebiet ebenfalls Pläne hegt. «Wir wollen das Engelbergeraa-Delta öffnen», sagt der Nidwaldner Baudirektor Hans Wicki. Den Rahmen bildet ein Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojekt.

«Die Idee dazu steht schon länger im Raum», so Wicki, «nun hat sie im Zusammenhang mit dem Flugplatz Buochs gewisse Aktualität erhalten.» Soll dieser in Zukunft vermehrt zivil genutzt werden, müssen im Gegenzug ökologische Ausgleichsflächen ausgeschieden werden. Wer nun Angst hat, das Aawasseregg verkomme zur geschlossenen Naturschutzzone, den kann Hans Wicki beruhigen. Im Gegenteil: Ihm schweben Kies- und Sandflächen vor, wie man sie vom Reussdelta in Uri oder neu auch von der Kleinen Melchaa in Sarnen kennt. Die Leute sollen sich sonnen und baden können.

Oliver Mattmann/ks

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.