Nidwaldner Museum: «Von Gipfelstürmern und Kofferträgern»

In einer Sonderausstellung unter dem Titel «Von Gipfelstürmern und Kofferträgern» geht das Nidwaldner Museum in Stans der Geschichte des Tourismus nach. Ein Schwerpunkt bildet die Entwicklung in der Region.

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Ausstellung «Von Gipfelstürmern und Kofferträgern». (Bild: Nidwaldner Museum)

Ausstellung «Von Gipfelstürmern und Kofferträgern». (Bild: Nidwaldner Museum)

Das Nidwaldner Museum zeigt in der Sonderausstellung vom 22. Mai bis 16. Oktober den «Touristen» als eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Zugleich wirft es einen Blick auf die Veränderung des Reisens im Lauf der Zeit. Es schaut einem Pilger im 16. Jahrhundert über die Schulter, begleitet eine Bürgerstochter der Belle Epoque in die Sommerfrische und fährt mit einer heutigen Gruppe von Asiaten auf das Stanserhorn.

Speziell ins Visier nimmt das Museum die Entwicklung des Tourismus in der Region. Im ausgehenden 19. und im frühen 20. Jahrhundert war Nidwalden Schauplatz von pionierhaften Projekten. So lockte in Fürigen eines der ersten All-inclusive-Angebote mit Liegewiese, Tellerlift und diversen Vergnügungsmöglichkeiten.

Das Hotel Eintracht in Wolfenschiessen bot einen künstlichen See und Gondelfahrten. Ab 1893 fuhr eine elektrische Bergbahn aufs Stanserhorn. Zwischen 1873 und 1904 baute «Hotelkönig» Franz Joseph Bucher-Durrer auf dem Bürgenstock drei Hotelpaläste mit Park, Standseilbahn, Felsenweg und dem spektakulären Hammetschwandlift - ein Treffpunkt für die Prominenz.

Auch die Schattenseiten des Tourismus nimmt das Nidwaldner Museum unter die Lupe. Berichtet wird von Kofferträgern und Zimmermädchen, die für wenig Lohn harte Arbeit verrichteten.

sda