Nidwaldner Offiziere verabschieden sich

Neun Offiziere sind aus der Armee entlassen worden, zehn wurden befördert.

Richard Greuter
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Regierungsrätin Karin Kayser mit den entlassenen Offizieren Jörg Brunner, Oberst im Generalstab, Fabian Muhmenthaler und Sandro Näpflin, beide Oberleutnant, sowie Landratspräsidentin Regula Wyss (von links).

Regierungsrätin Karin Kayser mit den entlassenen Offizieren Jörg Brunner, Oberst im Generalstab, Fabian Muhmenthaler und Sandro Näpflin, beide Oberleutnant, sowie Landratspräsidentin Regula Wyss (von links).

Bild: Richard Greuter (Stans, 24. Januar 2020)

«Die einen begrüsse ich zu einem militärischen Neuanfang und die andern zur militärischen Verabschiedung.» Dies sagte Regierungsrätin Karin Kayser – Frutschi am Freitag im ehrwürdigen Bannersaal im Regierungsgebäude in Stans. Neun Offiziere verabschiedete die Regierungsrätin aus dem Dienst. Gratulationen erhielten auch zehn Offiziere und acht höhere Unteroffiziere, die im vergangenen Jahr eine Beförderung erhielten.

Begleitet wurde die Feier von einem Saxofon-Ensemble der Musikschule Ennetbürgen. Die jungen Musiker verstanden es, militärische Märsche wie den bekannten «Fahnenmarsch» oder das Lied «Ich hatt’ einen Kameraden» (Letzteres wurde zur Ehrung der Verstorbenen gespielt) in einem ungewohnten, aber sehr angenehmen Klangbild erscheinen zu lassen.

Karin Kayser würdigte die Verdienste der scheidenden Offiziere und erwähnte, dass sie insgesamt 6420 Diensttage geleistet hätten. Es sind Karrieren, die oft nicht ganz freiwillig begannen, Rohdiamanten, die mehr und mehr geschliffen wurden und später Wertvolles für die Öffentlichkeit leisteten. «Sie haben einen besonderen Einsatz für die Armee und die Bevölkerung geleistet», sagte die Justiz- und Sicherheitsdirektorin. Von der Sicherheit als wertvollstes Gut für unser Land und unsere Bevölkerung sprach Landratspräsidentin Regula Wyss-Kurath, die sich Kaysers Dankesworten anschloss.

Spitzenreiter bei den Diensttagen war der Ennetbürger Jörg Brunner. Zuletzt als Oberst im Generalstab tätig, leistete er 1422 Diensttage. German Grüniger, Oberstleutnant im Generalstab aus Beckenried, wollte der Feier beiwohnen, war aber kurzfristig verhindert. Verabschiedet wurden auch Sandro Näpflin und Fabian Muhmenthaler. Die beiden noch jungen Oberleutnants leisteten als Durchdiener 600 respektive 566 Diensttage. Ein «normaler» Soldat ist zum Vergleich 245 Tage im Dienst. Die restlichen vier Oberleutnants und ein Hauptmann nahmen an der Feier nicht teil.

Stellungspflichtige Nidwaldner brillierten

Auch wenn Kreiskommandant Theo Küchler, wie er gegenüber unserer Zeitung sagte, gerne mehr junge Leute in die Armee aufnehmen würde, konnte er einige Sportler für gute Leistungen beglückwünschen. Im Rekrutierungszentrum in Aarau belegte Nidwalden 2019 mit dem Beckenrieder Nils Bircher, der 102 von maximal 125 Punkten erzielte, den ersten Rang. Hinter ihm landete Adrian Zumbühl aus Beckenried mit 101 Punkten auf dem zweiten und der Ennetbürger Pablo Gabriel mit 95 Punkten auf dem dritten Rang.

Als beste Nidwaldnerin belegte Ramona Aschwanden aus Ennetbürgen mit 106 Punkten den ersten Rang. Derzeit absolviert die 25-jährige Coiffeuse die Rekrutenschule als Rettungssoldatin. Von den 167 Nidwaldner Stellungspflichtigen erhielten 34,1 Prozent das Sportabzeichen.

Sie wurden befördert

(RG) Befördert zum Oberst wurde Gina Scherer aus Ennetmoos. Oberstleutnant wurden Alexander Glinz und Reto Wegmann, Oberleutnant Samuel Süess, Nicola Ferronato und Andrea Vincenzo Braga. Zum Leutnant ernannt wurden Björn Frei, Scott Taylor, Lukas Hirt und Alexander Arnold. Neben den Offizieren wurden auch acht höhere Unteroffiziere befördert.