Nidwaldner Regierung muss dringend ein gesamtheitliches Verkehrskonzept liefern

Weil die Verkehrssysteme am Anschlag seien, verlangte eine Motion, dass die Regierung eine einheitliche und nachhaltige Verkehrsplanung erstelle.

Philipp Unterschütz
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Die letzten Monate hätten klar die Grenzen des Nidwaldner Verkehrssystems gezeigt, betonte Remo Zberg (FDP Hergiswil) im Zusammenhang mit der Dringlichkeitserklärung seiner Motion, mit der er ein umfassendes Verkehrskonzept von der Regierung gefordert hatte. Es gehe nicht darum, nur nach Infrastrukturbauten zu rufen, es brauche mehr. Zberg erwähnte unter anderem Raumplanung und ganzheitliche Verkehrslösungen. «Dafür muss die Regierung nun schnell eine fixe Projektorganisation ins Leben rufen». Sie solle das Konzept für eine Gesamtbetrachtung in den nächsten Monaten erarbeiten.

Künftige Verkehrslösungen kosten und brauchen Land

Unterstützung bekam Remo Zberg von Sprechern der Fraktionen von CVP, SVP und den Grünen/SP. Alexander Huser (Grüne, Ennetbürgen) sagte, die gesamtheitliche Verkehrsplanung sei wichtig, aber ein dringliches Postulat solle auch nicht zu überstürztem Aktionismus führen. Baudirektor Josef Niederberger bestätigte, dass die Regierung die Stossrichtung der Motion unterstütze und keinerlei Einwände habe, diese als dringlich zu erklären. Dies tat der Landrat dann auch deutlich mit 54:0 Stimmen.

Joseph Niederberger (CVP, Oberdorf) erinnerte das Parlament daran, dass die künftigen Verkehrslösungen mit Sicherheit viel kosten würden und auch viel Kulturland dafür nötig sei. «Das wird einzelnen Bürgern wehtun. Irgendjemanden wird es treffen. Es muss dann aber trotzdem das Gesamtwohl über den Partikularinteressen stehen.» (unp)