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Nidwaldner Regierung will Verkehrsprobleme einkreisen

Das Gebiet Kreuzstrasse entwickelt sich in den nächsten Jahren – das wirkt sich auch auf den Verkehr aus. Mit einem Vorstoss für eine umfassende Koordination rennen Landräte bei der Regierung nun offene Türen ein.
Matthias Piazza
Der Kreisel Kreuzstrasse. Rechts im Bild das Areal des Kantons, unter anderem mit der Polizeizentrale. (Bild: Pius Amrein, Stans, 28. März 2019)

Der Kreisel Kreuzstrasse. Rechts im Bild das Areal des Kantons, unter anderem mit der Polizeizentrale. (Bild: Pius Amrein, Stans, 28. März 2019)

Der Kreisel an der Kreuzstrasse ist ein Verkehrsknotenpunkt. Strassen nach Stans, Ennetbürgen, Buochs und Engelberg zweigen hier ab. Auch viele Autofahrer, die auf die Autobahn wollen, befahren den Kreisel. Die Strassen sind häufig überlastet. Bei regem Rückreiseverkehr aus Richtung Engelberg habe man an einem Sonntagabend gut und gerne 60 statt 10 Minuten mit dem Auto von Wolfenschiessen nach Stans, sagte der Wolfenschiesser SVP-Landrat Urs Zumbühl an der Landratssitzung im Februar, als über die Motion der vier Oberdorfer Landräte (Christoph Baumgartner, CVP, Armin Odermatt, SVP, Joseph Niederberger, CVP, und Stefan Bosshard, FDP) beraten wurde und das Parlament den Vorstoss schliesslich mit 51 zu 4 Stimmen als dringlich erklärt hatte.
Die Motionäre verlangen, dass sich der Regierungsrat den zunehmenden Verkehrsproblemen rund um den A2-Anschluss Stans-Süd mit den Gewerbegebieten Rieden und Riedenmatt und den Strassen Richtung Buochs, Engelberg und Ennetbürgen annimmt. Mit Blick auf die erwartete Verkehrszunahme, die Entwicklung des kantonseigenen Areals an der Kreuzstrasse und insbesondere auf den geplanten Industrie- und Aviatikcluster im Gebiet Faden werde sich das Problem weiter verschärfen, heisst es in der Motion.

Der Regierungsrat hat nun seine Hausaufgaben gemacht und die Motion innerhalb der zweimonatigen Frist beantwortet – und zwar alles andere als widerwillig, wie Baudirektor Josef Niederberger auf Anfrage bestätigte. «Die Motion kommt uns zeitlich gelegen, wir stehen hinter der Forderung, die Verkehrssituation zu überprüfen.» Mit dem Vorstoss habe man nun den Rückhalt des Parlamentes, die Verkehrsprobleme an der Kreuzstrasse anzugehen.

220'000 Franken für Verkehrsplanung

Es ist geplant, dass die Regierung dem Landrat an der übernächsten Sitzung vom 29. Mai dafür einen Kredit für 220'000 Franken beantragt. Damit will sie zusammen mit dem Bundesamt für Strassen (Astra) eine Verkehrsplanung erarbeiten im Grossraum Kreuzstrasse inklusive Autobahnein- und -ausfahrten. Dabei sollen in einem ersten Schritt auch Fragen zur Leistungsfähigkeit und Kapazitätserweiterung geklärt werden, heisst es in der Medienmitteilung.

Stossrichtung der Regierung stimme

Das Ganze soll parallel mit der Testplanung für die Weiterentwicklung des kantonseigenen Areals an der Kreuzstrasse laufen, wo sich der Dreh- und Angelpunkt für wichtige Dienste und Abteilungen des Kantons befindet. Die Kantonspolizei ist hier ebenso zu Hause wie das Verkehrssicherheitszentrum oder die Staatsanwaltschaft. In den kommenden Jahren soll dieser «Stützpunkt» umgestaltet werden, unter anderem mit Neubauten und Umnutzungen bestehender Gebäude. Der Regierungsrat hat drei Planungsteams mit dem Projekt beauftragt. Einen Kredit über 695000 Franken hat der Nidwaldner Landrat im vergangenen Dezember bewilligt.

«Es macht Sinn, das Projekt an der Kreuzstrasse und die Verkehrsfragen gleichzeitig anzupacken», hält Josef Niederberger fest. Der genaue Zeitplan stehe allerdings noch nicht fest. Für Motionär Christoph Baumgartner stimmt die Stossrichtung des regierungsrätlichen Vorschlags, die Verkehrsplanung nachhaltig, strukturiert und umfassend anzugehen. Allerdings werde man die Antwort noch beraten, wie er auf Anfrage festhält.

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