Interview

Nidwaldner Rockband veröffentlicht CD in Japan

Die Hergiswiler Band Fighter V verkauft ihr neues Album «Fighter» auch in Japan. Die spezielle Edition erscheint mit einem zusätzlichen Exklusivsong. Schlagzeuger Lucien Egloff erklärt, was sich die Band vom japanischen Markt verspricht.

Florian Pfister
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Die Hergiswiler Rockband Fighter V. Von links: Lucien Egloff, Felix Commerell, Luca Troxler, Dave Niederberger und Marco Troxler.

Die Hergiswiler Rockband Fighter V. Von links: Lucien Egloff, Felix Commerell, Luca Troxler, Dave Niederberger und Marco Troxler.

Bild: PD

Ihre Band Fighter V hat in Japan eine CD veröffentlicht. Wie kommen Sie denn dazu?

Lucien Egloff: Japan ist ein spannender Markt zu Zeiten, in denen viel Musik online veröffentlicht wird. Im Gegensatz zur Schweiz haben physische CDs dort immer noch einen grossen Stellenwert. Japan hat einen der grössten Musikmärkte der Welt. Unsere Stilrichtung ist dort sehr populär und weit verbreitet. So veröffentlichten zum Beispiel auch einige skandinavische Melodic-Rockbands wie H.E.A.T oder Eclipse bereits ihre Alben auf dem japanischen Markt und konnten sich eine breite Hörerschaft erarbeiten.

Auch mit Streaming gelangt Musik heute in die ganze Welt. Weshalb veröffentlichen Sie da eine CD – und das «nur» in Japan?

Heutzutage ist die digitale Präsenz, ob auf Musikplattformen oder auf Social Media, für jede Band essenziell. Jedoch ist in unserem Musikgenre die physische Veröffentlichung von Alben weiterhin gefragt. Es ist halt immer noch etwas Anderes, wenn man eine Platte in den Händen halten kann. Unser Album ist digital auf der ganzen Welt veröffentlicht und in physischer Form momentan nur in Europa zu beziehen. Da freut es uns noch mehr, wenn es unser Album auf der gegenüberliegenden Seite der Erde in einem CD-Laden zu kaufen gibt. Besonders macht das Ganze, dass bei der Japan-Auskopplung das Albumdesign mit einem sogenannten «Obi», einem japanischen Gürtel, ergänzt wurde.

Wie wichtig ist die CD für Ihre Band?

Es freut uns sehr, dass wir unser Album in Japan veröffentlichen dürfen. Es ist definitiv ein Meilenstein für unsere Band. Speziell an der Japan-Edition ist der zusätzliche Track. Den gibt es sonst nirgendwo in dieser Form zu hören. Die Bedeutung ist also gross.

Die «Fighter»-CD mit japanischen Schriftzeichen.

Die «Fighter»-CD mit japanischen Schriftzeichen.

Bild: PD

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, in Japan eine CD zu veröffentlichen?

Das Land liegt nicht gerade um die Ecke. Da sich unser Musikgenre in Japan einer hohen Beliebtheit erfreut, dachten wir uns, wir fragen bei einem Label nach, ob dieses Interesse hätte, unser Album in Japan zu vertreiben. Das Label Avalon-Marquee äusserte daraufhin Interesse und so entstand die Zusammenarbeit. Vor uns haben auch bereits andere Schweizer Bands ihr Album in Japan veröffentlicht, zum Beispiel Gotthard.

Wie bekannt sind Sie in Japan? Haben die Leute dort auf Ihre CD gewartet?

Bis jetzt sind wir noch ein unbeschriebenes Blatt. Mit «Fighter» gilt es jetzt, unsere Band auf dem dortigen Musikmarkt bekannt zu machen. Dabei unterstützt uns unser Partner Avalon-Marquee tatkräftig.

Sind auch Konzerte in Japan angedacht?

Im Moment ist noch keine Japan-Tour geplant. Zuerst möchten wir abwarten, wie der Release dort anläuft. Dann können weitere Entscheide getroffen werden. Aber wenn wir für eine kleine Tour angefragt werden, wären wir natürlich dafür bereit.

Was kommt als Nächstes?

Als Nächstes steht eine ausgedehnte Supporttour durch Deutschland und Tschechien mit «The New Roses» bevor und anschliessend beginnt für uns die Openair-Saison. Nebenbei wird schon fleissig am neuen Album gearbeitet, das wir im kommenden Jahr aufnehmen möchten. Langweilig wird uns nicht.