Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Nidwaldner Schüler mit Einfallsreichtum

Da der internationale Naboj-Wettbewerb für Mathematik erstmals auch in der Schweiz stattfand, nahmen zwei Teams aus Nidwalden teil. Mit sehr grossem Erfolg.
Kurt Liembd
Die erfolgreichen Nidwaldner: Auf Rang 2 (hinten, von links) kamen David Blättler, Noa Portmann, Neal Portmann, Martin Zumbühl, Ramon Züsli. Auf Rang 7 (vorne, von links) kamen Robin Näpflin, Seraina Gamma, David Leo Tanner, Chiara Buonomo und Benjamin Blöchliger. (Bild: PD)

Die erfolgreichen Nidwaldner: Auf Rang 2 (hinten, von links) kamen David Blättler, Noa Portmann, Neal Portmann, Martin Zumbühl, Ramon Züsli. Auf Rang 7 (vorne, von links) kamen Robin Näpflin, Seraina Gamma, David Leo Tanner, Chiara Buonomo und Benjamin Blöchliger. (Bild: PD)

Was im Sport und in der Musik der Normalfall ist, kennt man in der Mathematik kaum: Wettbewerb aller Art. Der bekannteste Wettbewerb ist wohl das «Känguru der Mathematik» – ein Wettbewerb, an dem jährlich über sechs Millionen Teilnehmer aus 77 Ländern mitmachen. Letztes Jahr nahmen 50 Schüler und Schülerinnen aus Hergiswil am «Känguru der Mathematik» teil.

Für Gymnasiasten gibt es den Mannschaftswettbewerb Naboj (siehe Box), der erstmals 1998 in Bratislawa ausgetragen wurde und seitdem jährlich stattfindet. Von Jahr zu Jahr kamen immer mehr Austragungsorte hinzu in halb Europa, seit diesem Jahr auch Zürich. Bei den «Senioren», das heisst bei den älteren Gymnasiasten, traten 15 Mannschaften aus der Schweiz an, davon zwei Teams vom Kollegium Stans. Die eine Mannschaft mit David Blättler, Neal Portmann, Noa Portmann, Martin Zumbühl und Ramon Züsli zeigte eine Topleistung, erreichte sie doch den 2. Rang aller 15 Schweizer Teams. Nur die Sieger von der Kantonsschule Solothurn erreichten noch mehr Punkte.

Auch die andere Mannschaft des Kollegiums mit David Tanner, Benjamin Blöchliger, Seraina Gamma, Robin Näpflin und Chiara Buonomo war sehr erfolgreich, landeten sie doch auf dem 7. Rang. In allen Austragungsorten in ganz Europa nahmen rund 500 Mannschaften teil, wobei die Nidwaldner in der Gesamtwertung auf dem 195. respektive 364. Rang landeten.

Die Austragung erfolgte gleichzeitig in ganz Europa am 22. März, für die Schweizer Teilnehmer an der ETH Zürich. Der Wettbewerb dauert 120 Minuten, in denen die Schüler versuchen, so viele Aufgaben wie möglich zu lösen.

Es herrscht riesige Spannung

Zu Beginn des Wettbewerbs erhält jedes Team zunächst sechs Aufgaben, die beliebig gelöst werden können. Ausser Schreibzeug und Zeichenutensilien sind keine weiteren Hilfsmittel erlaubt. Sobald eine Mannschaft eine Aufgabe richtig gelöst hat, kann die Lösung am Kontrollpunkt abgegeben werden. Ist das Ergebnis korrekt, erhält die Gruppe zugleich eine neue Aufgabe. Es gewinnt das Team mit den meisten gelösten Aufgaben. Die Spannung beim Wettbewerb ist dabei besonders gross, da der aktuelle Platz in der Rangliste – national wie international – bis eine Viertelstunde vor Wettbewerbsende fortwährend über eine Anzeigetafel live und im Internet mitverfolgt werden kann.

Wer glaubt, die Schüler des Kollegiums Stans hätten auf Druck von irgendwo her an diesem Wettbewerb teilgenommen, der irrt. «Die Idee, an diesem Wettbewerb teilzunehmen, kam allein von den Schülern», erklärt Francesca Marchioro, Mathematiklehrerin am Kollegium.

Auf Initiative der Schüler

Die Schüler hätten alles selber organisiert, so Marchioro. Eine gezielte Vorbereitung fand nicht statt, was auch kaum möglich gewesen wäre. Denn die Aufgaben von Naboj unterscheiden sich erheblich von den in der Schule üblichen Übungsaufgaben, die in der Regel nur die direkte Anwendung einer bestimmten Methode benötigen. Naboj-Aufgaben hingegen erfordern gewisse Ideen und vor allem Einfallsreichtum.

Naboj – Mathematikwettbewerb rund um den Globus

Naboj ist ein internationaler Mathematikwettbewerb für Mannschaften, die aus je fünf Gymnasiasten einer Schule bestehen. Naboj 2019 fand gleichzeitig in Zürich, Passau, Linz, Prag, Opava, Bratislava, Kosice, Breslau, Krakau, Warschau, Bialystok, Budapest, Veszprem, Cambridge, Edinburgh, Konstanza und Nowosibirsk statt. An jedem dieser Orte gibt es eine lokale Rangliste der einzelnen Teams.

Die Schüler können ihre Leistungen auch in einer nationalen und einer internationalen Rangliste vergleichen und bekommen ihren aktuellen Rang auch während des Wettbewerbs angezeigt. Die Mannschaften konkurrenzieren in zwei Kategorien – Junioren und Senioren. In der Junior-Kategorie werden Teams zugelassen, deren Mitglieder nicht die letzte oder vorletzte Klasse eines Gymnasiums besuchen. In der Senioren-Kategorie können die Mannschaften beliebig aus Schülern zusammengesetzt werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.