Nidwaldner Schulärzte werden zukünftig höher entschädigt

m Kanton Nidwalden werden die Schulärzte und Schulzahnärzte künftig höher entschädigt. Dies hat der Regierungsrat beschlossen. Dies bring für die Gemeinden Mehrkosten von über 20'000 Franken.

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(sda) Wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte, stammen die heute geltenden Tarife für die schulärztlichen Untersuchungen aus dem Jahr 2005 und für die schulzahnärztlichen Untersuchungen aus dem Jahr 1994. Die Kinderärzte hatten moniert, dass die Entschädigungen nicht mehr zeitgemäss seien.

Die Kinderarztbehandlungen werden auf das neue Schuljahr von 30 auf 35 Minuten verlängert, und die Entschädigung von 89,00 Franken auf 118,90 Franken erhöht. Der Kanton geht davon aus, dass dadurch für die Gemeinden Mehrkosten von 10'500 Franken bis 12'000 Franken anfallen.

Bei den schulzahnärztlichen Untersuchungen steigt der 15-Minuten-Tarif von 71.30 Franken auf 77,00 Franken. Dies sei der minimale, im Schweizer Tarifsystem Dentotar vorgeschlagene Privatpatiententarif, teilte die Staatskanzlei mit. Für die Gemeinden gebe es Zusatzkosten von rund 11'000 Franken.

Neu erhalten auch die Schülerinnen und Schüler des Kollegiums St. Fidelis eine schulzahnärztliche Untersuchung. Für diese Kosten, rund 7000 Franken, kommt der Kanton auf.

Die zahnärztliche Schulabschlussuntersuchung in der 9. Klasse wird neu organisiert. Neu erhalten die Schülerinnen und Schüler Gutscheine für eine Befundaufnahme und zwei Röntgenbilder, die sie bei ihrem Zahnarzt einlösen können. Bislang wurde die Abschlussuntersuchung vom Schulzahnarzt durchgeführt mit dem Resultat, dass die Röntgenbilder nicht den Weg zum Hauszahnarzt fanden.