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Nidwaldner sind Impfmuffel

Immer mehr Kinder werden im Kanton Nidwalden gegen Masern, Mumpf und Röteln geimpft. Für den Leiter des Gesundheitsamtes sind es immer noch zu wenige.
Matthias Piazza
Weniger Geimpfte in Nidwalden als in anderen Kantonen. (Symbolbild: Boris Bürgisser)

Weniger Geimpfte in Nidwalden als in anderen Kantonen. (Symbolbild: Boris Bürgisser)

Heute sind 82,2 Prozent der zweijährigen Nidwaldner gegen Masern/Mumps/Röteln geimpft. «Wir sind auf dem richtigen Weg», freut sich Volker Zaugg, Leiter des Nidwaldner Gesundheitsamtes. «Vor ein paar Jahren waren dies erst 70 Prozent. Für die Zukunft lässt uns dies hoffen.» Am Ziel sei man aber noch lange nicht. «Erst, wenn mindestens 95 Prozent der zweijährigen Kinder gegen Masern geimpft sind, sind die Chancen gut, dass das Virus ausgerottet werden kann.»

Nidwalden gehört mit Obwalden, Luzern und den beiden Appenzell zu den Kantonen mit einer Durchimpfungsrate von unter 90 Prozent. In den übrigen Landesteilen liegt diese Quote bei über 90 Prozent.

«Die Nidwaldner hatten in den vergangenen Jahren eine eher kritische Haltung zum Impfen, dies hat sich aber zum Glück gewandelt», erklärt sich Volker Zaugg die Entwicklung in Nidwalden. Der Kanton plädiert fürs Impfen. «Masern sind hochansteckend und können im schlimmsten Fall tödlich enden. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, ältere oder kranke Personen oder Leute, deren Immunsystem sonst geschwächt ist.» Masern seien wie alle Kinderkrankheiten sehr brutal für den Körper eines Erwachsenen.

Erkranke ein Jugendlicher an Masern, weil er nicht dagegen geimpft worden sei, müssten er und nicht geimpfte Personen, die mit ihm engen Kontakt hatten, wegen der Ansteckungsgefahr bis zu drei Wochen zu Hause bleiben. «Im schlimmsten Fall kann er so die Matura- oder Lehrabschlussprüfung verpassen», macht Volker Zaugg ein Beispiel. In diesem Jahr ist dem Kantonsarzt bis jetzt ein Fall von Masern in Nidwalden gemeldet worden.

Bis 2030 sollen Masern ausgerottet sein

Aktuell sind in der Schweiz 87 Prozent der zweijährigen Kinder geimpft. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will die Masern bis 2030 ausrotten. Masern beginnen mit Schnupfen, gefolgt von Husten und einer Entzündung der Augen. Nach einigen Tagen klettert das Fieber, und im Gesicht zeigen sich rote Flecken, die sich über den ganzen Körper ausbreiten. Meistens sind die Masern in fünf bis zehn Tagen überstanden.

Um eine harmlose Krankheit handelt es sich aber nicht. Gemäss Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) stirbt in den Industriestaaten eine von 3000 Personen an der Erkrankung. Mit der Impfung lassen sich laut BAG Leiden, Komplikationen, Spitalaufenthalte und Todesfälle vermeiden.

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