Nidwaldner SRG hält Spitzenposition

Nidwaldens SRG-Sektion zählt landesweit am meisten Mitglieder. Das schätzt auch ein Fernsehmoderator.

Romano Cuonz
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Präsident Richard Odermatt (links) und der frühere Volksmusik-Moderator Edmund Amstad begrüssen den Ehrengast und Fernsehmoderator Nicolas Senn. (Bild: Romano Cuonz, Beckenried, 20. November 2019)

Präsident Richard Odermatt (links) und der frühere Volksmusik-Moderator Edmund Amstad begrüssen den Ehrengast und Fernsehmoderator Nicolas Senn. (Bild: Romano Cuonz, Beckenried, 20. November 2019)

1946 gründete und präsidierte der Nidwaldner Regierungs- und Nationalrat Gottfried Odermatt die neue Sektion Nidwalden der Innerschweizerischen Rundfunkgesellschaft (IRG). Dass dieser Verein – mittlerweile als SRG-Sektion Nidwalden – dereinst 1274 Mitglieder zählen würde, hätte sich der damalige katholisch-konservative Politiker wohl kaum träumen lassen. In der Tat: Nidwalden ist – zusammen mit Zürich – die zahlenmässig grösste Sektion der Schweiz.

Dafür fand am vergangenen Mittwochabend an der Feier zur 40. Jubiläumsgeneralversammlung (die Sektionen tagen nur jedes zweite Jahr) in Beckenried auch der Zentralschweizer Präsident Niklaus Zeier anerkennende Worte. Zum Vergleich: Obwalden zählt gerade einmal 418 Mitglieder. Dass für die SRG ausgerechnet Zürich und Nidwalden Hochburgen seien, sei symbolisch für den gut schweizerischen Slogan «Stadt und Land mitenand!» Gerade in einer Zeit, in der sich auch die Medienlandschaft rasend schnell verändere und man mit den Angeboten mehr und mehr online gehen müsse, sei Verankerung in allen Landesteilen besonders wichtig.

TV-Moderator unterhält eine Stunde lang

«Dank Trägerschaft und Sektionen kann die SRG den Dialog mit dem Publikum zu einem Service public – für Minderheiten und Mehrheiten – führen», betonte Zeier. Wie man es als Verein schafft, gleich 140 Personen zu mobilisieren, drei Stunden zu informieren und zu unterhalten, demonstrierten an der Jubiläumsversammlung Präsident Richard Odermatt, Thedy Christen als Programmchef und Karl Graf als unverzichtbarer Techniker. Ihnen gelang es einmal mehr, die Vereinsaktivitäten ebenso spannend wie auch amüsant Revue passieren zu lassen. Dass die vielen Anwesenden vom Beckenrieder Gemeindepräsidenten Bruno Käslin neben einem Kaffee auch noch die CD «Usem Läbe Griffe» von Urs Zumbühl und Walter Käslin geschenkt erhielten, war das Tüpfelchen auf dem i.

Höhepunkt des Anlasses war eine stündige Solo-Unterhaltungsshow des TV-«Potzmusig»-Moderators Nicolas Senn. Dieser erzählte – Anekdote um Anekdote – seine Geschichte. Von seiner Begegnung mit dem Hackbrett als Jugendlicher ging sie übers erfolgreiche Casting beim Schweizer Fernsehen, über 100 Sendungen bis hin zu Engagements rund um den Globus. Und er begeisterte das Publikum – darunter namentlich auch den einheimischen früheren Ländlermusik-Radiomoderator Edmund Amstad – mit seinem virtuosen Spiel auf dem Hackbrett.