Nidwaldner Tage des Denkmals im Zeichen der Baukultur

Die Denkmalpflege Nidwalden nutzt die diesjährigen Europäischen Tage des Denkmals für eine Präsentation der Baukultur. Mit Führungen, Vernissagen und dem traditionellen Stammtisch wird am 12. September das Gespräch mit der interessierten Bevölkerung gesucht.

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«Weiterbauen» zeigt am Samstag, 12. September, aktuelle Umbauten und Erweiterungen bestehender Gebäude; im Bild der Esssaal des renovierten Kapuzinerklosters Stans, das heute «Kompetenzzentrum für das kulinarische Erbe der Alpen» ist.

«Weiterbauen» zeigt am Samstag, 12. September, aktuelle Umbauten und Erweiterungen bestehender Gebäude; im Bild der Esssaal des renovierten Kapuzinerklosters Stans, das heute «Kompetenzzentrum für das kulinarische Erbe der Alpen» ist.

Bild: PD

Die Veranstaltungen der Denkmalpflege Nidwalden im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals stehen in diesem Jahr im Zeichen der Baukultur. Der Begriff umfasst sowohl historische als auch zeitgenössische Bauten. Unter dem Titel «Weiterbauen» werden am Samstag, 12. September, aktuelle Umbauten und Erweiterungen von bestehenden Bauten präsentiert, darunter das Kapuzinerkloster Stans, das inzwischen als Kompetenzzentrum für das kulinarische Erbe der Alpen allen offen steht.

Aber auch am Langmattring in Stans gibt es ein Stück Baukultur zu entdecken. Der Architekt hat es verstanden, den Charakter des Gebäudes weiterzuspinnen, indem sich die Aufstockung in die bestehende Architektur integriert. In Hergiswil wagt die Denkmalpflege einen Blick zurück in die Aufbruchszeit der Siebzigerjahre. Hier stehen zwei Hochhäuser im Mittelpunkt, die noch immer von der innovativen Geisteshaltung erzählen. Mitarbeiter des Architekten erinnern an die Entstehung und machen so die Baugeschichte fassbar. Die unterschiedlichen Geschossgrundrisse lassen verschiedene Wohnungstypen zu und führen zu einem Bewohnermix, der für die damalige Zeit typisch war, als sich die Gesellschaft im Aufbruch befand. Die Vernissage zum vierten Band «Baukultur in Nidwalden» bietet die Möglichkeit, einen Blick in das sorgfältig umgebaute Wohnhaus Brückensitz in Büren zu werfen. Das Haus mit Baujahr 1614/15 zeigt seine Qualitäten innen wie aussen.

Im Winkelriedhaus findet der Denkmalpflege-Stammtisch «Nidwalden nidwaldisieren» statt, wo Fachleute aus der Region regionale Unterschiede beim Bauen untersuchen werden.

Im Winkelriedhaus findet der Denkmalpflege-Stammtisch «Nidwalden nidwaldisieren» statt, wo Fachleute aus der Region regionale Unterschiede beim Bauen untersuchen werden.

Archivbild NZ

Mit der Publikation zeigt die Denkmalpflege auf, welches Potenzial in einem historischen Gebäude steckt und wie mit viel Liebe zum Detail neues Leben in ein altes Haus zurückkehren kann. Am Denkmalpflege-Stammtisch im Winkelriedhaus in Stans gehen Fachleute aus den umliegenden Kantonen der Frage der regionalen Unterschiede beim Bauen nach. Unter dem Titel «Nidwalden nidwaldisieren» sucht der Stammtisch nach Beispielen der lokalen Baukultur. In einer Zeit der Verfügbarkeit von Materialien und Bilder erscheint die Frage berechtigt, ob es in der zeitgenössischen Baukultur noch regionale Aspekte gibt. Als Gast nimmt der Stanser Architekt Philipp von Matt am Stammtisch teil. In einer Einzelausstellung präsentiert das Nidwaldner Museum Einblicke in das Werk des in Berlin lebenden Schweizers. Die Erfahrungen im Ausland, aber auch seine eigene Herkunft wirken auf die Arbeiten von Matts ein.

Weitere Informationen zum Programm: www.hereinspaziert.ch.