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NIEDERRICKENBACH: Trotz neuer Holzbaunormen: Skepsis bleibt

Hochhäuser aus Holz sind ein Lichtblick für die Forstbranche. Allerdings hat sich der neu gewählte Präsident des Forstvereins Nidwalden, Roman Käslin, an der GV vom Freitag realistisch gezeigt.
Präsident Roman Käslin (li.) mit den neuen Vorstandsmitgiedern Samuel Wyss und Pius Würsch und dem neuen Ehrenmitglied Franz Rohrer (v.l.n.r.). (Bild: Richard Greuter (Oberrickenbach, 2. März 2018))

Präsident Roman Käslin (li.) mit den neuen Vorstandsmitgiedern Samuel Wyss und Pius Würsch und dem neuen Ehrenmitglied Franz Rohrer (v.l.n.r.). (Bild: Richard Greuter (Oberrickenbach, 2. März 2018))

«Wir hoffen, dass die Holzpreise wieder steigen», wünscht sich Präsident Roman Käslin. Vergangenen Freitag wurde der 39-jährige Ennetmooser Forstwart an der GV in Niederrickenbach anstelle des im vergangenen Jahr verstorbenen Josef Blättler zum Präsident des Forstvereins Nidwalden gewählt. Diese Hoffnung von Käslin ist durchaus berechtigt. Denn Aktuar André Mathis berichtete von Holz-Hochhäusern. «Holz ist im Trend.» Er nannte als Beispiel ein 84 Meter hohes Holzgebäude, welches heuer in Wien fertiggestellt wird.

Ganz so hoch wachsen die Schweizer Holzhäuser allerdings noch nicht in den Himmel. Seit drei Jahren ist es auch in der Schweiz möglich, Holzhäuser bis zu 30 Meter mit maximal 11 Stockwerken zu bauen. In Zug wird in diesem Jahr ein solches Gebäude fertig erstellt, berichtete Mathis. In Buochs bauen die Pilatus Flugzeugwerke ein neues, 192 Meter langes Kompetenzzentrum aus Holz. Für die Forstbranche, die seit Jahren mit tiefen Holzpreisen zu kämpfen hat, ein Hoffnungsschimmer. Trotz dieses Lichtblicks bleibt Präsident Käslin realistisch: «Ein Hochhaus mit ausländischem Holz bringt uns nichts. Die Bauherren sollten Schweizer Holz verwenden.»

Hoffnung verbreitete der Nidwaldner Landwirtschafts- und Umweltdirektor Ueli Amstad. «Auch der Forst musste im Rahmen der Sparprogramme Haare lassen», beteuerte der scheidende Regierungsrat. Es sei wesentlich, dass sein Nachfolger probiere, die Unterstützungsbeiträge wieder hochzufahren. «Die Finanzen in Bern sind bereit, aber es braucht auch kantonale Gelder, um diese Beiträge in Bern abzuholen», erläuterte Amstad.

Franz Rohrer zum Ehrenmitglied ernannt

Neben der Neuwahl von Präsident Roman Käslin wählten die etwas mehr als 40 anwesenden Vereinsmitglieder die beiden je 33-jährigen Forstwarte Samuel Wyss und Pius Würsch in den Vorstand. Irene Odermatt wurde in ihrem Amt bestätigt. Der Kassier Franz Rohrer präsentierte die Rechnung mit einem Aufwand von 3733 Franken und einem Mehrertrag von 486 Franken. Nach 20 Jahren Vorstandstätigkeit demissionierte der 63-Jährige und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Zudem wurde informiert, dass für die vor sieben Jahren erschienene Broschüre «Nidwaldner Wald» eine neue Auflage gedruckt wurde. Ein Kapitel ist neu, andere wurden ergänzt.

Kameradschaft wird grossgeschrieben

Nach der Hauptversammlung genossen die Anwesenden ein Fondue im Pilgerhaus in Niederrickenbach. Und auch sonst wird Kameradschaft grossgeschrieben. So steht jeweils ein Ausflug im Jahresprogramm. 2017 besichtigten die Vereinsmitglieder die Firma Holzbau Kayser und die neuen Produktionsräume der Getränke Lussi in Oberdorf.

Richard Greuter

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Für Interessierte liegen Broschüren zum Nidwaldner Wald beim Amt für Wald und Energie bereit.

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