NOMENKLATUR: Schreibweise der Ortsnamen bleibt – vorerst

Die Nidwaldner Regierung stoppt die Inkraftsetzung der neuen einheitlichen Schreibweise von Lokalnamen (Nomenklatur). Weil der Bund seit diesem Sommer die rechtlichen Grundlagen überar­beitet, will sie zuwarten.

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Gerade in der Gemeinde Wolfenschiessen war der Widerstand gegen die neuen Orts- und Flurnamen gross. Nun bleibt – vorerst – alles beim alten. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Gerade in der Gemeinde Wolfenschiessen war der Widerstand gegen die neuen Orts- und Flurnamen gross. Nun bleibt – vorerst – alles beim alten. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Vor dem Hintergrund einer Registerharmonisierung strebt Nidwalden eine Vereinheitlichung der Schreibweise der Flur- und Ortsnamen im ganzen Kanton an. Noch im April kündigte die Regierung an, die Bereinigung der Nomenklatur im bisherigen Rahmen weiterzuführen.

Am 1. Juli hat der Bund jedoch eine neue Verordnung über die geografischen Namen (GeoNV) in Kraft gesetzt. Damit erlosch die bisher gültige Regelung, die die Grundlage für die Arbeit der Nidwaldner Nomenklaturkommission bildete. Die neuen Weisungen des Bundes werden erst im Herbst erstellt.

Die Nidwaldner Regierung hat laut Medienmitteilung vom Donnerstag deshalb entschieden, die Inkraftsetzungen der Nomenklatur in den Gemeinden auszusetzten. Sobald die neuen Weisungen des Bundes vorliegen, will sie eine Standortbestimmung vornehmen und das weitere Vorgehen festlegen.

sda