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Notfallplanung für Erdbeben

Nidwalden Seit zwei Jahren planen der Kanton Nidwalden und die Nidwaldner Sachversicherung NSV die Abläufe bei einem grösseren Erdbeben. Toni Käslin, der das Projekt als Feuerwehr­inspektor leitet, erklärt: «Wir erstellen einen Ordner, der im Ernstfall Entscheidungsgrundlagen für die Gemeinden und die Notorganisationen bietet.» Damit kommt ein System zur Anwendung, welches sich in anderen Gefahrenbereichen seit Jahren bewährt.

Als Basis der Planung dient die Annahme eines Erdbebens wie 1601, welches Bergstürze und Flutwellen ausgelöst hat. Zentral ist dabei die Frage, was mit lebenswichtigen Infrastrukturen wie Strassen, Kommunikationseinrichtungen oder Feuerwehrlokalen geschieht. Als Antwort wurden bereits konkrete Lösungen erarbeitet. Dazu gehören Pläne für eine Operationsbasis auf dem Flugplatz oder eine Liste mit sicheren Anlegeplätzen für Nauen. Auch Hilfsgesuche an die Armee oder ausserkantonale Ingenieure sind bereits vorbereitet. «Die Notfallplanung konzentriert sich weniger auf direkte Hilfe», stellt Käslin klar, «sondern auf die Sicherstellung des grossen Ganzen.» Das Projekt befindet sich in der Endphase. Die Ordner sollen im ersten Halbjahr 2018 ausgeliefert und dann laufend aktualisiert werden. (EE)

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