Notlösung für die Vermarktung Nidwaldens

Nachdem der Nidwaldner Landrat das Tourismusförderungsgesetz bachab geschickt hat, drängte sich eine Übergangslösung für die Vermarktung des Kantons auf. Sie wurde für das zweite Halbjahr gefunden. Doch stellt sich die Frage, wie es 2013 weiter geht.

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Die Luftseilbahn der Klewenalp mit Vierwaldstättersee. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Luftseilbahn der Klewenalp mit Vierwaldstättersee. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Vorgesehen war eine gemeinsame Tourismusorganisation der Kantone Ob- und Nidwalden. Während das Obwaldner Parlament zustimmte, legte sich der Nidwaldner Landrat quer. Umstritten war die Höhe der Tourismusabgaben. Die geplante Organisation wurde auch als überdimensioniert kritisiert.

Weil sich aber der Verein Vierwaldstättersee Tourismus, der Nidwalden bis heute vermarktete, auf Ende Juni 2012 aufgelöst hat, drohte ein Vakuum: Niemand mehr würde potenzielle Touristen auf die Sehenswürdigkeiten Nidwaldens aufmerksam machen.

Die Regierung beauftragte deshalb die Volkswirtschaftsdirektion, eine Übergangslösung zu suchen. Diese wurde laut Communiqué vom Mittwoch gefunden. Bisherige Angestellte von Vierwaldstättersee Tourismus bleiben in den bisherigen Büros in Stans, «sorgen für Kontinuität und erledigen auch weiterhin die anfallenden Geschäfte zuverlässig».

Hilfe aus Emmetten und Luzern

Interimistisch übernimmt auf Anfang August Erna Blätter-Galliker in einem Teilpensum die Leitung der Geschäftsstelle. Sie ist seit über 30 Jahren in der Tourismusbranche tätig und ersetzt die langjährige Geschäftsführerin Esty von Holzen Böhm, die Ende Juni ausgeschieden ist.

Weil es Vierwaldstättersee Tourismus nicht mehr gibt, stellt sich Emmetten Tourismus als rechtliches Gefäss zur Abwicklung der Finanzen in der Übergangsphase zur Verfügung. Und Luzern Tourismus hat angeboten, die Übergangsorganisation in Nidwalden zu unterstützen.

Doch dieses Provisorium dauert nur bis Ende Jahr. Auf 2013 muss eine langfristige Lösung gefunden werden. Die Volkswirtschaftsdirektion will verschiedene Varianten prüfen und sie im Herbst dem Regierungsrat vorlegen.

sda