NOTSITUATIONEN: Notstansorganisationen bestehen Härtetest

Im Kanton Nidwalden fand am 18. September zum zweiten Mal nach 1998 eine grossangelegte Einsatzübung statt. Erstes Fazit: Nidwalden verfügt über eine schlagkräftige und effizient arbeitende Organisation zum Schutz der Bevölkerung.

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An der Übung im Kirchenwaldtunnel. (Bild pd)

An der Übung im Kirchenwaldtunnel. (Bild pd)

Die Vorbereitungsarbeiten für die Übung waren im Frühjahr 2007 vom kantonalen Führungsstab (KFS) initiiert worden. Wie die Justiz- und Sicherheitsdirektion mitteilt, waren in die Grossübung rund 200 Personen involviert, verteilt auf verschiedene Einsatzorgane. So waren vor Ort: Die Kantonspolizei Nidwalden, die Stützpunktfeuerwehren Stans und Sarnen, die Rettungsdienste 144/Rega, der Koordinierte Sanitätsdienst Nidwalden, das Careteam Zentralschweiz, CareLink, der Zivilschutz Nidwalden, Zentras (technische Dienste Nationalstrasse), Angehörige von Samaritervereinen und Feuerwehrangehörige aus dem gesamten Kantonsgebiet sowie die Notstandsorganisation und Feuerwehr der Gemeinde Stansstad.

Rund 100 Angehörige der Zivilschutzorganisation Nidwalden deckten die Bedürfnisse im Logistikbereich ab (Rauminfrastruktur, Transportdienst sowie Verpflegung). Der kantonale Territorialverbindungsstab der Armee leistete Unterstützungsarbeit für die Übungsleitung.

Führungsbereiche waren stark gefordert
Das Übungsszenario war ein Verkehrsunfall mit mehreren involvierten Fahrzeugen in der Nordröhre des Kirchenwaldtunnels. Es galt, einen Massenanfall von Patienten zu bewältigen. In einer zweiten Übungsphase ereignete sich am Kreisel bei der Achereggbrücke ein Verkehrsunfall, der den Einsatz der Öl- und Chemiewehr Stansstad notwendig machte.

Im Rahmen der Übung waren vor allem die Führungsbereiche gefordert, heisst es in der Mitteilung. Die Herausforderung habe darin bestanden, innerhalb kurzer Zeit eine maximale Führungsleistung zu erbringen. Ein Übungsziel bestand darin, Kontakte zwischen den Führungs-verantwortlichen zu ermöglichen und somit das Netzwerk innerhalb der Notstandsorganisationen zu stärken.

Schwierigkeiten erkannt und beseitigt
Nach einer ersten Analyse zieht die Übungsleitung ein positives Fazit: Die Alarmierung verlief plangemäss, die Rettungskräfte trafen sehr rasch auf dem Schadenplatz ein. Wie es in der Mitteilung heisst, funktionierte die Zusammenarbeit under den Notstandsorganisationen im Bezug auf die Patientenbetreuung gut. Die Einsatzkräfte seien stark gefordert worden und hätten diese Bewährungsprobe bestanden. Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit im Verbund sind erkannt worden und können nun beseitigt werden.

ana