Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

OB-/NIDWALDEN: «Burglind» unterbricht Traumsaison in Skigebieten

Auf dem Pilatus wurden gestern Morgen Böen von bis zu 195 Kilometern pro Stunde gemessen – ein Rekord seit Messbeginn 1981. Das Sturmtief Burglind zwang die Bergbahnbetreiber in die Knie, auch auf Melchsee-Frutt. Sämtliche Pisten und Schlittelwege waren dort gestern geschlossen, die Ski- und Sessellifte ausser Betrieb, die Gondelbahn fuhr nur sehr unregelmässig, bei Windgeschwindigkeiten unter 60 Kilometern pro Stunde. «Es wäre bei diesen starken Winden unverantwortlich, den Winterbetrieb aufrechtzuerhalten», sagt Geschäftsführer Daniel Dommann. «Natürlich bedauern wir den Betriebsunterbruch, denn Anfang Januar haben noch viele Leute Ferien. Doch damit müssen wir umgehen. Das kommt vor.» Der diesjährige Winter dürfte trotzdem positiv im Gedächtnis bleiben. Mit über 8000 Gästen war Silvester der beste Tag der laufenden Saison und der drittbeste Tag in der Geschichte der Fruttbahnen.

«Infolge Sturm bleiben heute alle Anlagen und Pisten geschlossen», hiess es gestern auf der Website der Titlisbahnen. Mediensprecher Peter Reinle spricht von einem aussergewöhnlichen Ereignis. «Es kommt immer wieder vor, dass wir wegen Sturm einzelne Bahnen abstellen, aber dass wir den Betrieb flächendeckend einstellen müssen, ist seit langem das erste Mal.» Doch es sei aus Sicherheitsgründen nichts anderes übrig geblieben. «Auf dem Gipfel fegte der Sturm mit bis zu 150 Kilometern.» Peter Reinle schätzt, dass sich gestern je nach Wetter 3000 bis 6000 Leute im Gebiet aufgehalten hätten. Spitzenwerte wurden dafür am 29. und 31. Dezember verzeichnet – mit je über 9000 Gästen. Mit 10 100 Gästen war Silvester gar der zweitbeste Tag für die Titlisbahnen überhaupt.

Auch auf der Klewenalp war gestern an Skifahren nicht zu denken. Sämtliche Bahnen und Skilifte standen still, die Pisten waren geschlossen. «Das tut uns natürlich weh, ausgerechnet in einer Woche, in der die Schulkinder und noch viele Erwachsene Ferien haben», bedauert Paul Odermatt, technischer Leiter und Geschäftsführer ad interim der Bergbahnen Beckenried–Emmetten. Ansonsten zeigt er sich mit der laufenden Saison sehr zufrieden, vor allem mit Silvester, als über 4000 Gäste auf die Klewenalp kamen – so viele wie noch nie.

Windmessanlage kam an den Anschlag

Aussergewöhnlicher Tag auch für Thomas Küng, Geschäftsführer Brunnibahnen. «Es stürmte so stark, dass die Anlage, welche die Windgeschwindigkeit misst, an den Anschlag kam. Ihre Anzeige reicht nur bis zu einer Stärke von 150 Kilometern pro Stunde. Stärke 120 ist normalerweise das Maximum auf dem Brunni.» Dass das ganze Gebiet samt Klostermatte geschlossen ist, sei aussergewöhnlich. Über alles gesehen spricht er von einer sehr guten Wintersaison mit rund einem Drittel mehr Gästen als im Fünfjahresschnitt. Auch auf dem Brunni geht der Silvester mit 3657 Gästen in die Geschichte ein. Auch der Betrieb auf Wirzweli lag gestern lahm, zudem fiel der Strom der Wirz­welibahn aus. «Nun hoffen wir, dass wir so bald wie möglich die gute Wintersaison fortsetzen können», sagt Geschäftsführerin Hanny Odermatt. Nichts mit Skifahren auch auf Mörlialp. Die Betriebseinstellung heisst etwas: «Normalerweise sind unsere windgeschützten Anlagen auch in Betrieb, wenn andere Skigebiete kapitulieren. Doch diesmal war der Wind zu stark», sagt André Strasser, Verwaltungsratspräsident der Skilifte Mörlialp AG, die bisher eine gute Saison hatte.

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.