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OB-/NIDWALDEN: Das schöne Wetter kommt zu spät

Die meisten Badibetreiber sind unzufrieden. Denn auch der tolle Endspurt des Sommers kann die Saison nicht mehr retten.
Marion Wannemacher
Im Strandbad Seefeld in Sarnen sorgten im August viele Gäste für einen versöhnlichen Abschluss einer durchzogenen Saison. (Bild Corinne Glanzmann)

Im Strandbad Seefeld in Sarnen sorgten im August viele Gäste für einen versöhnlichen Abschluss einer durchzogenen Saison. (Bild Corinne Glanzmann)

Marion Wannemacher

In Obwalden sind die Bademeister gar nicht froh über die Saison: «Das war ein durchschnittlicher Sommer – leider auch nicht mehr», urteilt Godi Amatter, Bademeister im Strandbad Lungern. Trotz strahlendem Sonnenschein erwartet er keine Spitzentage mehr, da die Ferien vorbei sind. 300 Besucher habe es an Rekordtagen. Von denen gab es diese Saison aber nicht allzu viele. Neu gab es diese Saison ein Trampolin. «Das ist sehr gut angekommen», sagt Amatter. Stand-up-Paddelboards und Kajaks erweitern das Angebot für die Sportlichen unter den Badegästen noch bis Saisonende am 11. September in Lungern.

«Die Tage und Wochen mit dem schönen Wetter sind ein Geschenk, das wir gern entgegennehmen, um so den August und die durchzogene Saison abzuschliessen», meint Franziska Portmann, Betriebsleiterin der Sarner Seefeld-Badi. Bis 18. September hat die Badi im Seefeld offen.

Zufriedenheit in Sachseln

Die einzigen, die sich als «sehr zufrieden» bezeichnen, sind Marcel und Heidi Moser, die in der zweiten Saison in der Beiz der Badi Sachseln wirten. Rein umsatzmässig lägen sie vermutlich nur leicht unter dem vergangenen Sommer, schätzt Marcel Moser. Die Umbaumassnahmen durch die Gemeinde sind offensichtlich bei den Badegästen, die bei freiem Eintritt in Sachseln schwimmen können, gut angekommen. Als äusserst praktisch für den Betrieb der Beiz hat sich die Anschaffung des grossen Zelts erwiesen. «Dadurch sind wir wetterunabhängig», erklärt Moser. Sie hätten auch immer mehr Besucher, die am Abend kommen, wenn die Badegäste heimgehen. Noch bis Ende Oktober ist die Badi bei schönem Wetter offen, bei Reservationen auch wetterunabhängig.

Wetterprognosen halten Gäste fern

«Insgesamt war das eine schlechte Saison», ärgert sich auch in Nidwalden Max Strohbach, Bademeister im Strandbad Buochs-Ennetbürgen. Das bedeute für die Badi massive Verluste, schätzt der Bademeister, auch wenn die Badegäste das schöne Wetter jetzt noch rege nutzten. Vergangenen Mittwoch seien gegen 700 Sonnenhungrige gekommen. Diese Saison habe man einen Roboterrasenmäher angeschafft und testhalber eingesetzt. Der Roboter habe seinen Test bestanden: Kommende Saison werde es nun wohl einen weiteren geben, freut sich Strohbach. Und noch eine Neuanschaffung gab es: einen Billardtisch. Offen hat die Badi Buochs-Ennetbürgen noch bis am 11. September.

Gar nicht mal so sehr übers Wetter, sondern über die schlechten Wetterberichte ärgert sich Bademeister Leander Walker, der in der Badi Hergiswil verantwortlich ist. «Es war eine durchschnittliche Saison. Wenn aber der Wetterbericht schlechter ist als das tatsächliche Wetter, kommen trotzdem weniger Leute. Jetzt ist es endlich schön, aber die Schule ist losgegangen. Da kommen auch wieder weniger.» In Hergiswil ist die Badi noch bis 18. September offen.

Wenigstens gabs keine Unfälle

Auf die Badi Stansstad sind alle, die dort arbeiten, stolz. Lukas Liem, Geschäftsführer der Gemeinde, sagt: «Wir glauben, dass wir die schönste Badi am Vierwaldstättersee haben.» Neben Badegästen aus der Zentralschweiz kämen auch Touristen aus der ganzen Schweiz und Europa. Mit dem Wetter ist man auch in Stansstad nicht zufrieden. Froh sei man aber darüber, dass es keine relevanten Unfälle gegeben habe. Und das soll auch bis am 24. September so bleiben, bis dahin hat die Badi nämlich offen. Ein Saisonhöhepunkt ist am 16./17. September das Badi-Open-Air.

Im Strandbad Beckenried betrachtet man die Saison generell als durchzogen. «Durch die schönen Tage jetzt im August scheint es sich auszugleichen», erklärt Hans Ambauen vom «Strampi-Team». Im Grossen und Ganzen habe man also einen guten Sommer gehabt. Zum ersten Mal gab es in Beckenried – leider bei kaltem Wetter – Schwimmkurse der Schwimmschule Zwergmaus aus Oberdorf. Die soll es auch im kommenden Jahr wieder geben. Neu sind auch die Homepage und eine App, die offensichtlich auf Anklang gestossen seien.

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