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OB-/NIDWALDEN: Der grosse Wahltag rückt näher

Am 4. März wird neben der Regierung auch das Kantonsparlament neu besetzt. Weil das nur alle vier Jahre passiert, haben Sie vielleicht nicht mehr präsent, was erlaubt ist und was nicht. Wir helfen Ihnen.
Zusammenstellung Markus von Rotz
Sepp Gisler ist unterwegs mit der Stimmurne von Wiesenberg ins Tal. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (24. September 2017))

Sepp Gisler ist unterwegs mit der Stimmurne von Wiesenberg ins Tal. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (24. September 2017))

So wählen Sie richtig

Kumulieren, panaschieren, Proporz, Blankoliste – sind Ihnen diese Begriffe vielleicht nicht alle präsent? Den verschickten Wahlunterlagen liegt eine ausführliche Anleitung bei, wie Sie den Wahlzettel ausfüllen sollen. Wir fassen die wichtigsten Tipps hier zusammen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Wahlliste einzulegen:

Variante Parteiliste

Sie nehmen eine der vorgedruckten Listen einer Partei und legen diese unverändert oder verändert ein (=> siehe auch Panaschieren und Kumulieren). Das ist die richtige Wahl, wenn Sie Ihre Stimme nur einer Partei und ihren Kandidaten geben wollen. Die Partei erhält für jede Stimme aus ihren Reihen oder für jede leere Linie eine Listenstimme.

Variante Blankoliste

Sie nehmen die leere Liste, die pro Sitz Ihrer Gemeinde eine Linie aufweist. Hier können Sie maximal so viele Namen aufführen, wie es Linien hat (=> siehe auch Panaschieren und Kumulieren). Sie können dieser Liste zudem den Namen einer Partei geben, damit werden die von Ihnen allenfalls leer gelassenen Linien als Parteistimmen Ihrer bevorzugten Partei zugerechnet. Wichtig ist, dass Sie zumindest Name und Vorname und allenfalls den Jahrgang hinschreiben, damit klar erkennbar ist, wen Sie wählen wollen.

Streichen/Panaschieren

Sie können auf vorgedruckten Listen Namen von Kandidaten streichen, die Sie nicht wählen wollen. Sie können an ihrer Stelle einen anderen Namen einsetzen oder die entsprechende Linie leer lassen. Das Einsetzen eines parteifremden Namens auf eine Parteiliste nennt sich Panaschieren (Mischen). Die Partei auf Ihrer Wahlliste verliert dann die Listenstimmen aller «fremden» Namen an deren Partei.

Kumulieren

Der gleiche Name darf maximal zweimal auf einer Wahlliste stehen. Das nennt sich Kumulieren. So erhält diese Person zwei Stimmen. Damit unterstreichen Sie, dass Ihnen die Wahl dieser Person besonders wichtig ist. Wer auf einer Liste mit acht Kandidaten deren vier kumuliert, kann somit nur vier Personen wählen, verleiht ihnen dafür doppeltes Gewicht.

Volle oder leere Liste?

Eine Liste darf maximal so viele Namen wie Linien enthalten, muss aber nicht voll sein. Die leeren Linien werden dennoch der Partei angerechnet, falls Sie oben eine Bezeichnung angegeben haben. Ist Ihr Wahlzettel leer, ist er ungültig. Mindestens ein Name muss draufstehen. Auf den Listen dürfen nur Namen offizieller Kandidaten stehen.

Kandidatennummern

Die Kandidatennummern sind ein Hilfsmittel für das Wahlbüro, es wird empfohlen, sie zu verwenden. Sollten welche fehlen oder nicht mit dem Namen übereinstimmen, geht das Wahlbüro vom handgeschriebenen Namen aus und korrigiert/ergänzt die Kandidatennummer. Anhand der Nummer wird dann die Person zur Berechnung der Sitze im EDV-System erfasst.

Regierungsrat

Einfach ist die Wahl der Regierungskandidaten: Der Wahlzettel enthält die Namen aller Kandidaten. Sie kreuzen Ihre bevorzugten Namen an, maximal fünf in Obwalden, weil nur fünf Sitze zu vergeben sind, maximal sieben in Nidwalden. Wählen Sie mehr, ist der Wahlzettel ungültig.

Zusammenstellung Markus von Rotz

markus.vonrotz@nidwaldnerzeitung.ch

Leer zählt nicht

Regierungsrat Wer bei der Regierungsratswahl leer einlegt oder nicht genug Kandidaten wählt, kann die Wahlen nur teilweise beeinflussen. Leere und ungültige Stimmen zählen zur Ermittlung des absoluten Mehrs (Hälfte der gültigen Stimmen plus 1) in beiden Kantonen nicht. Das absolute Mehr wird so schneller erreicht und ein zweiter Wahlgang unwahrscheinlicher. Es kann sein, dass mehr Kandidaten als nötig das absolute Mehr erreichen, aber als überzählig ausscheiden. So passierte das 2010 Martin Odermatt (SVP) in Obwalden.

Zum zweiten Mal Wahl nach Pukelsheim

Nidwalden Die 60 Landratssitze werden zum zweiten Mal nach 2014 nach der Berechnungsart des Doppelten Pukelsheims auf die Parteien verteilt. 2010 war das Bundesgericht aufgrund einer Klage der Grünen zum Schluss gekommen, dass Nidwalden bei den Landratswahlen bisher demokratische Prinzipien missachtet hatte. Die Wahlchancen waren in den elf Wahlkreisen (Gemeinden) unterschiedlich gross: In Stans genügten 8 Prozent der Stimmen für einen Sitz, im kleinen Emmetten brauchte es 33 Prozent. Andererseits konnten in einem Wahlkreis viele Stimmen für eine Partei, die keinen Sitz ergatterte, verloren gehen. Mit dem neuen System wird zunächst die Sitzzahl jeder Partei für den ganzen Kanton bestimmt. Dann werden die Sitze in den Wahlkreisen verteilt. Dadurch wird der Wählerwille genauer abgebildet als bisher.

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