OB-/NIDWALDEN: Die Hänge rutschen massiv langsamer

Früher waren es 20 Zentimeter pro Tag, nun sind es höchstens noch zwei. Anwohner in den Rutschgebieten oberhalb Sarnen und Beckenried können vorerst aufatmen.

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Immer wieder musste Josef von Moos die Strasse zu seiner Liegenschaft (hinten) instand stellen. Nun soll von der andern Richtung her eine neue Strasse entstehen. (Bild Corinne Glanzmann)

Immer wieder musste Josef von Moos die Strasse zu seiner Liegenschaft (hinten) instand stellen. Nun soll von der andern Richtung her eine neue Strasse entstehen. (Bild Corinne Glanzmann)

ve. Im Gebiet Hintergraben oberhalb Sarnen zeichnet sich eine deutliche Entspannung ab: Der Hang rutscht höchstens noch 1 bis 2 Zentimeter pro Tag. Früher waren bis zu 20 Zentimeter täglich gemessen worden. Weshalb sich der Hang nun entspannt, können Experten nicht genau sagen. Ein möglicher Grund liegt bei der Menge des Wassers, das im Sommer verdunsten kann. «Es war immer klar, dass sich der Hang früher oder später beruhigt», erklärt Geologe Markus Liniger.

Kaum ein Zufall ist es, dass nun auch die Rutschung oberhalb Beckenried massiv langsamer geworden ist, wie der Beckenrieder Gemeinderat Urs Christen sagt. «Es sind höchstens noch einige Zentimeter pro Tag – wenn überhaupt.» Vor allem im mittleren Teil der Rutschung, wo sich verschiedene Häuser befinden, habe sich die Situation stark entspannt.

Nach der Notfall-Situation gilt es nun die Schadensbewältigung und die Sanierung des Lielibachs an die Hand zu nehmen. Die Sanierung der Bachverbauungen standen bereits vor dem Hangrutsch in der Agenda der Gemeinde. «Nun sind wir gezwungen, das früher an die Hand zu nehmen», sagt Gemeinderat Urs Christen.
 

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