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OB-/NIDWALDEN: Einige Bergbahnen kratzen am Rekord

Die Bergbahnen werden nicht überrannt – weil sich das schöne Wetter auf viele Tage verteilt. Einige sind auf Rekordkurs, ­andere warten auf den Herbst.
Hochbetrieb herrschte am Mittwochmittag auch bei der Pilatus-Bahn in Alpnachstad. (Bild: Adrian Venetz)

Hochbetrieb herrschte am Mittwochmittag auch bei der Pilatus-Bahn in Alpnachstad. (Bild: Adrian Venetz)

Oliver Mattmann

Sommerferien, seit Tagen blendendes Wetter, rekordverdächtige Temperaturen. Da müsste der Ansturm auf die Bergbahnen doch horrend sein. Nicht unbedingt. «Viele Familien verreisen in den ersten Schulferienwochen in die Ferien. Oder die Kinder gehen in ein Lager», sagt Sepp Odermatt, Geschäftsführer der Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG. Und auch Jürg Balsiger, Direktor der Stanserhorn-Bahn, hält fest: «Zum Sommerbeginn gehen viele Leute gerne noch dem Wasser nach und bevorzugen die Badi. Unsere stärksten Tage registrieren wir tendenziell eher im Spätsommer und Herbst.» Dennoch sind sie mit dem bisherigen Verlauf des Sommers so weit zufrieden. «Wir haben gegenüber dem Vorjahr bis jetzt um 16 Prozent zugelegt», so Jürg Balsiger. Der Tagesschnitt in der aktuellen Saison betrage rund 670 Gäste, im Juli sei dieser Wert auf über 1000 ­Gäste angestiegen. Sepp Odermatt ergänzt: «Seit dem Ferienstart hat das Gäste­aufkommen angezogen.»

Für Euphorie ist es noch zu früh

Bereits in die Nähe von Rekordwerten kommt die Luftseilbahn Bannalp.«Am vergangenen Sonntag haben wir 550 Gäste gezählt», hat der stellvertretende Betriebsleiter Roman Lötscher für ­unsere Zeitung nachgeschaut. Der Rekord liege derzeit bei knapp 600 Personen. Das Wort «Rekordsommer» will er indes nicht zu früh in den Mund nehmen. «In zwei Wochen kann das Wetter wieder ganz anders sein.» Es sei noch nicht der Zeitpunkt, um in Euphorie auszubrechen. Verschreien will auch Thomas Küng nichts. «Doch es sieht sehr gut aus», teilt der Geschäftsführer der Brunni-­Bahnen mit. «Per Ende Juni liegen wir beim Umsatz auf Rekordkurs.» Dazu beigetragen habe ein starker Februar in der Wintersaison. «Und jetzt spielt uns das super Wetter ebenfalls in die Hände», so Thomas Küng. Auch sein «Gegenüber», Peter Reinle von den Titlis-Bahnen, frohlockt: «Der Juli 2013 war mit 105 000 Gästen der beste, den wir je hatten. Gegenwärtig kommen wir wieder nahe an diese Zahlen heran.» Womöglich werde der Rekord getoppt, wenn das schöne Wetter anhalte. «Abgerechnet wird aber erst Ende Monat.»

Sehr viele Gäste verzeichnen gegenwärtig auch die Sportbahnen Melchsee-­Frutt. Seit dem Saisonstart Mitte Juni sind bereits über 35 000 Personen befördert worden, gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 21 Prozent. Absolute Spitzentage, die sich weit vom Rest abheben, habe es nicht gegeben, hält Betriebsleiter Paul Käslin fest. «Dafür hat sich dank den vielen schönen Tagen das Gästeaufkommen gut verteilt.» Positiver Nebeneffekt: Die Wartezeiten an der Kasse haben sich in Grenzen gehalten.

Sprung in den Bergsee ist beliebt

Zu temporären Warteschlangen kann es an Bilderbuchtagen wie gestern dennoch kommen, so etwa bei der Talstation der Zahnradbahn auf den Pilatus. Der Vergleich mit dem verregneten Juli 2014 hinkt zwar überall ein bisschen, trotzdem ist die Zahl imposant: «Gegenüber dem Vorjahr weist der Juli bisher 60 000 Frequenzen mehr auf», erläutert Beat Wälti, Leiter Marketing und Verkauf. Eine wesentliche Rolle spiele hierbei sicher auch die neue Luftseilbahn ­Dragon Ride, welche die Gäste von Kriens aus auf den Berg bringt. Zudem sei es gelungen, mit verschiedenen Aktionen vor allem viel mehr Schweizer Gäste anzulocken.

Vermehrt höhere Lagen aufgesucht haben auch viele ältere Leute. Dies bestätigen fast alle Bahnen. Offensichtlich suchen Senioren auf diesem Weg eine Abkühlung. «Ältere Leute schätzen besonders an Hitzetagen die Bergfrische», sagt zum Beispiel Jürg Balsiger.

Thomas Küng pflichtet bei: «In der Höhe ist es angenehmer, auch weil oft eine kleine Brise herrscht.» Auffällig: Viele Leute kühlen sich in diesen Tagen mit einem Bad in den Bergseen ab. «Es kommt sonst eher selten vor, dass die Leute im Trübsee schwimmen», so Peter Reinle. Er hofft wie alle anderen, dass das gute Wetter noch lange anhält. Beat Wälti wünscht sich zwischendurch aber auch etwas Regen: «Nicht, dass aus dem grünen Naturspektakel in den Bergen bald ein braunes wird.»

Gäste der Stanserhorn-Bahn in Stans lösen einen Boarding-Pass. (Bild: Adrian Venetz)

Gäste der Stanserhorn-Bahn in Stans lösen einen Boarding-Pass. (Bild: Adrian Venetz)

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