OB-/NIDWALDEN: Erwischt: Luchse tappen in Fotofallen

Fallen stellen und schiessen: So zählt man die Luchse in Ob- und Nidwalden. Das tönt makaber – aber die Tiere merken kaum was.

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Bild von einer Luchsfalle in Obwalden. (Bild pd)

Bild von einer Luchsfalle in Obwalden. (Bild pd)

In den Kantonen Obwalden und Nid­walden läuft zurzeit ein so genanntes Luchsmonitoring. Mittels Fotofallen soll besser abgeschätzt werden können, wie gross der Luchsbestand in bestimmten Gebieten ist.

Sowohl in Ob- als auch in Nidwalden sind je 13 Kameras aufgestellt. In Betrieb sind die Fotofallen nun seit knapp drei Wochen. Diese sind mit Wärme- und Bewegungsmeldern ausgestattet, und sobald ein Luchs daran vorbeispaziert, tappt er in die Falle und wird abgelichtet.

Und wie viele Luchse leben denn nun in unserer Region? Peter Lienert, Obwaldner Kantonsoberförster, nennt Zahlen. Doch er sagt auch: Luchse kennen keine Kantonsgrenzen, und zudem könne der Bestand kurzfristig zunehmen, wenn zum Beispiel ein Tier Junge hat.

Keine genauen Zahlen
«Genaue Zahlen über den Luchsbestand liefert das Fotofallen-Monitoring nicht», betont der Wildhüter Eugen Gasser, der die Kameras installiert hat und regelmässig unterhält. Es gebe keine Garantie, dass man jeden Luchs einmal erwische «auch wenn man die Kameras möglichst an Orten aufstellt, von denen man weiss, dass sich dort oft Luchse bewegen».

Adrian Venetz

Mehr zum Thema lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Nidwaldner Zeitung.