OB-/NIDWALDEN: Forstbetriebe spannen bei Zertifizierung zusammen

Mehr Gehör und Einfluss möchten die Forst­betriebe. Nach 10 Jahren Eigenständigkeit bei der Waldzertifizierung wird deshalb auf Zusammenarbeit gesetzt.

Red
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Auditor Christian Kobel (rechts) mit Forstwart Peter Blättler bei einer Kontrolle beim Forstbetrieb Giswil. (Bild: PD)

Auditor Christian Kobel (rechts) mit Forstwart Peter Blättler bei einer Kontrolle beim Forstbetrieb Giswil. (Bild: PD)

Die Ob- und Nidwaldner Forstbetriebe haben sich auf den Jahreswechsel hin der Zertifizierungsgruppe der Kantone Aargau, Baselland, Basel-Stadt, Schwyz und Zug angeschlossen. «Mit dem Anschluss können die organisatorischen Aufwendungen auf eine grössere Trägerschaft verteilt werden», sagt der zuständige Forstingenieur Adrian von Moos zu den Beweggründen. Zudem erhoffe man sich im Mitwirkungsverfahren bei der Weiterentwicklung des Holzzertifikats mehr Gehör und ein grösseres Gewicht.

Seit 2004 waren alle grösseren Ob- und Nidwaldner Forstbetriebe in einer eigenen kleinen Zertifizierungsgruppe zusammengeschlossen. Neu werden sie vom Geschäftsleiter des Aargauischen Waldwirtschaftsverbandes, Theo Kern, betreut.

Naturnahe Bewirtschaftung

Das FSC-Label kennzeichnet Holzwaren, die aus einer nachhaltigen, umweltgerechten und sozialverträglichen Waldbewirtschaftung stammen. FSC steht für die Organisation Forest Stewardship Council zur Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft. Im Kanton Obwalden sind rund 85 Prozent der Waldfläche (17 000 Hektaren) zertifiziert. In Nidwalden sind es 60 Prozent (4800 Hektaren).