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Ob- und Nidwaldner haben ein Herbstferienerlebnis auf einer Baustelle

Einen Einblick in die Berufswelt nahmen diese Woche Ob- und Nidwaldner Schüler. Eine Gruppe durfte Montage-Elektrikern und Elektroinstallateuren auf einer Baustelle in Ennetmoos über die Schulter schauen.
Marion Wannemacher
Simon Gisler (links) zeigt, wie ein Elektroinstallateur arbeitet. (Bild: Marion Wannemacher, Ennetmoos, 11. Oktober 2018)

Simon Gisler (links) zeigt, wie ein Elektroinstallateur arbeitet. (Bild: Marion Wannemacher, Ennetmoos, 11. Oktober 2018)

An den beiden Mehrfamilienhäusern in der Murmattstrasse in Ennetmoos wird kräftig gearbeitet. In einer Wohnung im zweiten Stock arbeiten Elektriker und Elektroinstallateure. Sie messen Signale von Netzwerk und Kabelfernsehen, montieren den Verteiler, bestücken ihn mit Sicherungen und bringen Schalter, Steckdosen und Lampen an. Es gibt viel zu tun. Elektroinstallateurmeister Simon Gisler zeigt den Schülern der zweiten Oberstufe aus Ob- und Nidwalden und ihren Eltern die Baustelle als typischen Arbeitsplatz von Montage-Elektrikern und Elektroinstallateuren.

Von vergangenem Montag bis gestern nutzten 120 Schüler aus Obwalden und 122 Schüler aus Nidwalden die Gelegenheit, um während der Berufsinformationstage in je drei Berufe Einblick zu nehmen. Diese finden jeweils in der zweiten Herbstferienwoche statt. Rund 40 Prozent aller Achtklässler in beiden Kantonen nehmen daran teil. «Der Anlass ist der erste reale Kontakt mit der Berufswelt und soll eine Vorentscheidung ermöglichen, ob sie die ausgewählten Berufe noch weiterverfolgen möchten», erklärt Werner Mehr, Leiter der Berufs- und Studienberatung Nidwalden, die das Angebot gemeinsam mit der Berufs- und Weiterbildungsberatung Obwalden seit mehr als zwanzig Jahren anbietet. Von kommendem Januar bis März wird für die Oberstufenschüler dann die Schnupperlehre anstehen, eine wichtige Chance, um mehr über den möglichen späteren Beruf zu erfahren und Kontakt mit Betrieben zu knüpfen.

Unterschiedliche Hitlisten der Berufe in den Kantonen

Zur Wahl für die Berufsinformationstage stehen die unterschiedlichsten Berufe. Es gibt in den Kantonen eine Hitliste der begehrtesten Veranstaltungen. So steht in Obwalden Kaufmann ganz oben, gefolgt von Fachperson Gesundheit und danach Zeichner Architektur. In Nidwalden interessieren sich die meisten Schüler für die Berufe Hotelkommunikationsfachperson, Bäcker, Konditor, Confiseur und Polymechaniker.

Erst seit diesem Jahr ist die Firma Wild und Barmettler AG bei den Berufsinformationstagen dabei. «Der Grund ist für uns die Rekrutierung für den Nachwuchs, damit unsere Zukunft gesichert ist», erklärt Inhaber Werner Barmettler. In einer kurzen Präsentation gibt Elektroinstallateurmeister Simon Gisler einen Überblick über Berufsbild und Ausbildung, Weiterbildungsmöglichkeiten und stellt die Firma vor kurz. Auch Filme mit eigenen Lehrlingen, die einen Einblick in den Berufsalltag geben, gibt es zu sehen.

Auf der Baustelle zeigt Simon Gisler zuerst den Hausanschluss im Untergeschoss, sozusagen die elektrische Hauptschlagader, von wo aus beide Häuser versorgt werden. Ein paar Stufen und Räume weiter führt er die Gruppe aus Schülern und Eltern zum Elektrohauptverteiler und danach in eine Wohnung.

Die Schüler ziehen Arbeitskleidung, Schutzjacke, Helm und Schraubendreher-Set an, sie dürfen dicke Isolationskabel durchschneiden und eine schwere Hilti-Bohrmaschine stemmen, um zu sehen, was auf sie zukäme, wenn sie sich für diesen Beruf entschieden. Am Ende der zwei Stunden werden sie gar ein eigenes Verlängerungskabel basteln, das sie mit heimnehmen dürfen.

Selbst mal Hand anlegen beim Einziehen von Drähten

In einem der Zimmer übt sich Janine Barmettler aus Ennetmoos darin, Drähte in einen Kabelkanal einzuziehen. «Was mit Elektrik zu tun hat, finde ich spannend», sagt sie. «Mir macht es auch Spass, Pläne zu lesen.» Sie wird noch andere Berufe anschauen, den des Optikers beispielsweise. Ihr Vater Markus Barmettler findet, der Anlass sei eine sehr gute Plattform für die Schüler, er zeige genau das, was sie im Handwerk schliesslich erwarte. Und auch Luis Zimmermann aus Buochs ist froh, dass er am Nachmittag teilgenommen hat. «Es war sehr informativ und sehr gut vorbereitet und interessant, auf eine Baustelle zu gehen. Als Schnupperlehre komme für ihn der Beruf dann aber doch nicht in Frage. «Es hat mich bestätigt, dass ich nicht dafür geschaffen bin», sagt er.

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