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OB-/NIDWALDEN: Holz begleitet sie von Kindsbeinen an

Die sechste «Holzkopf»-Auszeichnung geht an die Brüder Sepp und Walter Hurschler. Für sie ist die Arbeit im Wald eine wahre Berufung.
Sepp (links) und Walter Hurschler freuen sich über den Preis. (Bild: Oliver Mattmann (Alpnach, 16. September 2017))

Sepp (links) und Walter Hurschler freuen sich über den Preis. (Bild: Oliver Mattmann (Alpnach, 16. September 2017))

Lea Kathriner

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Vorbei an Buchen-, Ahorn- und Eschenbäumen wurden die Besucher am Freitag und Samstag aufs Werksareal der Küng Holzbau AG in Alpnach geführt – einer von 80 Betrieben, die an den Tagen des Schweizer Holzes einen Einblick in die Branche boten. Auf einem Rundgang gab es viel Interessantes rund um den Rohstoff zu erfahren, beispielsweise dass in den Wäldern in Ob- und Nidwalden pro Stunde 23 Kubikmeter Holz nachwachsen, was einer stattlichen LKW-Ladung samt Anhänger entspricht.

Am Samstagvormittag versammelten sich an die 80 Besucher in der Werkhalle zur Verleihung des «Holzkopfes». Zum sechsten Mal wurde der Unterwaldner Preis für besonderes Wirken mit Holz verliehen. In den Vorjahren ging er bereits an verschiedene Persönlichkeiten, die leidenschaftlich gern mit Holz arbeiten und dazu noch innovativ und originell sind. Echte «Holzköpfe» eben, wie der Obwaldner Regierungsrat Josef Hess in seiner Laudatio erklärte.

Dieses Jahr wurde gar ein Duo ausgezeichnet: die Gebrüder Walter (58) und Sepp (65) Hursch­ler, die 1984 die Hurschler Forst AG gründeten und seither fünf bis sechs Mitarbeiter beschäftigen. In Waldnähe aufgewachsen, absolvierten beide eine Forstwartlehre und wagten den Schritt ins Unternehmertum. Sie machten sich vor allem durch ihre Arbeiten in der Gebirgsholz­-­ernte, der Sicherheitsholzerei, der Waldpflege und der Lawinenverbauung einen Namen. «Keine Arbeit war zu schwer und kein Problem unlösbar», erwähnte Josef Hess in seiner Ansprache. «Ausreden gab es keine, einen Auftrag nicht auszuführen – egal wie steil das Gelände oder wie unübersichtlich die Sturmholzfläche, egal wie dreckig der Graben oder wie kalt das Wetter. Ruhig, überlegt, effizient und sicher wurden die Arbeiten umgesetzt», würdigte der Regierungsrat die Beharrlichkeit der Brüder.

Trotz Pension kann er Finger nicht von Holz lassen

Zusätzlich waren Sepp und Walter Hurschler viele Jahre als Kursleiter und Experten in der Forstwartausbildung tätig. Holz zu pflegen und zu nutzen fasziniert sie: Bei Sepp Hurschler ist es vor allem «die Dynamik im Wald, zu sehen, wie es wächst», wie er selbst sagt, während Walter Hurschler die «Lebensfreude» betont. Und in Zukunft? Pension hin oder her, Neurentner Sepp pflegt weiterhin Jungwald in Hergiswil, und sein Bruder führt das Unternehmen in Engelberg weiter.

Als die beiden Geehrten den «Holzkopf»-Preis enthüllten, ging ein «Oh» durchs Publikum. Die von Holzkünstler Reto Odermatt geschaffene Statue besteht aus drei vereinten hölzernen Köpfen, die den Brüdern ein breites Lächeln ins Gesicht zauberten. Sepp Hurschler bedankte sich für die «ehrenvolle Anerkennung» und leugnete nicht, dass er und sein Bruder Holzköpfe seien – im Sinne von «Menschen, die manchmal auch etwas stur sein können und eigene Ideen verwirklichen». Er betonte, wie wichtig es sei, einheimisches Holz zu verwerten, und Walter Hurschler fügte an, er wünschte, Wald und Holz würden mehr wertgeschätzt. Da hatte Laudator Josef Hess ganz offensichtlich Recht, als er sagte: «Die beiden Naturkenner und Waldphilosophen haben den Preis verdient!»

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