OB-/NIDWALDEN: Künstler lassen tief blicken

In zehn Tagen geben 19 Künstler im Rahmen von NOW wieder Einblick in das Kunstschaffen der beiden Kantone und hoffen auf den Kunstpreis.

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NOW 2014: Helena Kungar bespielte das schmucke Lusthäuschen im Garten des Herrenhauses lustvoll künstlerisch. (Bild Romano Cuonz)

NOW 2014: Helena Kungar bespielte das schmucke Lusthäuschen im Garten des Herrenhauses lustvoll künstlerisch. (Bild Romano Cuonz)

red. Die beiden Kantone organisieren seit vielen Jahren gemeinsame Kunstausstellungen, die in drei Schritten zur Vergabe des Unterwaldner Kunstpreises führen. 2014 wurde im Herrenhaus Grafenort und im Talmuseum Engelberg die Übersichtsausstellung NOW 14 mit rund 80 Kunstschaffenden präsentiert, woraus 19 Positionen ausjuriert und eingeladen wurden, an der diesjährigen Auswahlausstellung im Nidwaldner Museum ihre Arbeiten zu zeigen. Aus diesen Positionen wird von einer fünfköpfigen Jury eine Trägerin oder ein Träger des Unterwaldner Kunstpreises ausgewählt. Der Preis ist mit 20 000 Franken dotiert und wird an der Ausstellungs­eröffnung am 24. Oktober verliehen.

Malerei, Fotografie, Video

Das zentrale Anliegen von NOW ist es, keine blosse Wettbewerbspräsentation zu zeigen, sondern eine ­interessante und auf eine längere Ausstellungsdauer angelegte Gruppenausstellung. Während dreier Monate wird im Pavillon sowie in den Ausstellungsräumen im Erdgeschoss des Winkelriedhauses ein facettenreicher Einblick in das aktuelle Kunstschaffen der Region Unterwalden geboten. Die Vielfalt des künstlerischen Schaffens reicht von Malerei und Zeichnung über Fotografie und Video bis hin zu Skulptur und Installation. Junge, noch wenig bekannte Kunstschaffende sowie national renommierte Positionen sind darin gleichermassen vertreten und präsentieren eine grosse Vielfalt an künstlerischen Herangehensweisen: Während einzelne Kunstschaffende ortsspezifische Arbeiten realisieren und Bezüge zur Museumsarchitektur herstellen, beschäftigen sich andere mit der historischen Vergangenheit des Museums.

Auch Verweise auf Aktuelles

Auch direkte Verweise auf aktuelle politische und gesellschaftliche Ereignisse sind präsent und widerspiegeln die Möglichkeiten der Kunst, komplexe Zusammenhänge zu reflektieren, zu kritisieren oder poetisch zu transformieren. Diverse Vermittlungsangebote ermöglichen Besuchern eine vertiefte Auseinandersetzung mit den gezeigten Positionen und bietet die Möglichkeit, mit den ausstellenden Kunstschaffenden und den Verantwortlichen der Ausstellung ins Gespräch zu kommen.

Sie sind mit dabei

Diese Kunstschaffenden sind mit dabei: Jo Achermann, Judith Albert, Renata Bünter, Rolf Flüeler, Corina Flühmann, Roland Heini, Moritz Hossli, Christian Kathriner, Paul Lussi, Rochus Lussi, Charlie Lutz, Corinne Odermatt, Heidi Odermatt, René Odermatt, Celia Sidler und Nathalie Sidler, Pat Treyer, Philipp Wyrsch, Anita Zumbühl und Anna-­Sabina Zürrer.

Hinweis: Eröffnung: Samstag, 24. Oktober, 17 Uhr, im Anschluss daran gibt es heisse Suppe. – Finissage: Sonntag, 17. Januar 2016, um 14 Uhr mit Künstlergesprächen. Die Kunstschaffenden sind anwesend und geben Auskunft über ihr Werk.