OB-/NIDWALDEN: Kunstschnee rettet das Geschäft

Die Skigebiete zehren von künstlichen Schneereserven. Nun hofft man auf Hilfe von oben. Erst aber kommt ein Sturm.

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Ohne Kunstschnee geht vielerorts nichts auf den Pisten. Im Bild eine Schneekanone in Engelberg. (Bild: Archiv Philipp Schmidli / Neue LZ)

Ohne Kunstschnee geht vielerorts nichts auf den Pisten. Im Bild eine Schneekanone in Engelberg. (Bild: Archiv Philipp Schmidli / Neue LZ)

In den Skigebieten herrscht Schneemangel. In Höhenlagen von rund 2000 Metern liegen nach Angaben des Schweizerischen Lawinenforschungsinstituts in unserer Region etwa 20 bis 50 Zentimeter Schnee. Das sind 30 bis 60 Prozent des langjährigen Mittels. Darunter leiden vor allem tiefer gelegene Skigebiete wie das Wirzweli. «Abgesehen vom kleinen Kinderlift haben wir den Skibetrieb noch nicht aufnehmen können», sagt die Geschäftsführerin der Luftseilbahn Dallenwil-Wirzweli AG, Hanny Odermatt.

Der Schneemangel schränkt den Betrieb auch auf der Mörlialp ein. Die Skilifte 2. Sektion und Egg fahren noch nicht. Die restlichen Pisten sind präpariert und weisen laut André Strasser, Verwaltungsratspräsident Skilifte Mörlialp AG gute Bedingungen auf – dank Kunstschnee.

Ganze Skigebiete wären zu

Wie wichtig Kunstschnee ist, betonen auch andere. «Wenn wir nicht künstlich beschneien könnten, wären nur die Pisten auf dem Gletscher befahrbar», sagt Peter Reinle, Mediensprecher der Titlis-Bahnen. «Ohne Beschneiung hätten wir heute keinen Meter Skipiste offen», sagt Thomas Küng, Geschäftsführer der Brunni-Bahnen. «Der technisch produzierte Schnee ist unsere Lebensversicherung.»